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Fehlplanung bei Bibliothekumbau sorgt für Kritik

Kaum Tageslicht, alte Möbel und eine schwindelerregende Wendeltreppe: Die in die Jahre gekommene Könizer Stapfen-Bibliothek braucht dringend ein Facelifting.

Blick in die Könizer Stapfen-Bibliothek: Rechts oben ist die «schwindelerregende Wendeltreppe» zu sehen.
Blick in die Könizer Stapfen-Bibliothek: Rechts oben ist die «schwindelerregende Wendeltreppe» zu sehen.
PD/Archiv

Mitarbeitende, Kunden und Politiker sind sich einig: Die Stapfen-Bibliothek muss dringend erneuert werden. Schon vor ein paar Jahren hat der Gemeinderat deshalb eine Sanierung ins Auge gefasst, die nun konkret wird.

Nicht nur soll die Bibliothek moderner und freundlicher werden. Sie soll künftig durch frei werdende Flächen des ehemaligen Kindergartens nebenan auch mehr Raum erhalten.

Geplant sind diverse Bereiche sowohl für stilles Arbeiten als auch für Events, dazu ein neuer Aussenbereich, eine Cafeteria – und allerlei Computer, um dem digitalen Wandel gerecht zu werden.

Um halbe Million verschätzt

Im Finanzplan hatte der Gemeinderat für die Sanierung ursprünglich 900000 Franken eingestellt. Als es diese Woche nun darum ging, die Investition für den Umbau noch vom Parlament absegnen zu lassen, stand auf einmal eine ganz andere Summe im Raum:1,4 Millionen Franken.

Unter den Parlamentariern kam dies – von links bis rechts – nicht gut an. «Hat jemand bei Euro-Millionen gewonnen?», fragte Erica Kobel (FDP) ungläubig und bezeichnete das Projekt als «realitätsfremdes Traumschloss». Ähnlich sah es David Burren von der SVP. Er erinnerte an die angespannte Finanzlage der Gemeinde.

«Der Sparauftrag wird über den Haufen geworfen», monierte er. Besonders aber die Kostensteigerung um eine halbe Million Franken sorgte für Kopfschütteln. «Diese Fehlplanung ist für mich nicht nachvollziehbar», sagte Mathias Rickli (Grüne). Und Vanda Descombes (SP) kritisierte, dass der Gemeinderat statt mehrerer Varianten nur eine Luxusversion vorlegte.

Am Ende sprach das Parlament den Kredit – mangels Alternativen – aber dennoch.

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