Federer-Allee in Biel eingeweiht

Biel

Biel Roger Federer hat am Donnerstag im Biel die Allee, die nach ihm benannt ist, eingeweiht. Dabei schwelgte er vor zahlreichen Fans in Erinnerungen an seine Juniorenzeit in Biel .

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Es war ein grosser Moment. Roger Federer hielt kurz inne, den Tränen nahe. «Entschuldigung. Das ist etwas schwierig», sagte er. Die Menge jubelte. Zuvor hatte Federer von seiner Zeit bei Swiss Tennis in Biel erzählt, davon, wie er 1997 an der Falkenstrasse zum ersten Mal in seinem Leben einen eigenen Haushalt hat führen müssen. Federer ist am Donnerstag nach Biel gekommen, um die Roger-Federer-Allee einzuweihen, welche den Sitz von Swiss Tennis mit der neuen Tissot Arena verbindet.

Mit dem Helikopter kam Federer und genoss die schier grenzenlose Freude der Fans, die sich teils Stunden vor seiner Ankunft die besten Plätze vor dem Podium gesichert hatten.Federer kam fünfeinhalb Jahre, nachdem der Bieler Gemeinderat beschlossen hatte, ihm eine Strasse zu widmen. Und weil es ab diesem Moment noch etliche Jahre dauerte, bis die neuen Stadien und damit auch die ausgewählte Strasse realisiert waren, kamen die Deutschen den Bielern zuvor: Bereits 2011 wurde die Strasse, die zum Tennis-Stadion in Halle führt, nach Federer benannt. «Deutschland ist nicht die Schweiz», sagte Federer am Donnerstag, «die Schweiz hat für mich immer Priorität.» Und die Schweiz heisst in diesem Falle Biel.

Schritt zum Profi

Hier sei er Ende der 90er-Jahre das Risiko eingegangen und habe den Schritt zum Profispieler gewagt, erklärte Federer, «fast 20 Jahre später zurückzukehren, um eine mir gewidmete Strasse einzuweihen, ist deshalb sehr berührend». Er wiederholte damit quasi, was Stadtpräsident Fehr zuvor aus seiner Optik gesagt hatte. Stolz sei er, sagte Federer, es sei eine Ehre.

Und das soll etwas heissen: Dem «Maestro» die Ehre erweisen wollten offenbar bereits andere. Federer liess durchblicken, dass er ähnliche Angebote aus dem Ausland, seinen Namen für eine Strasse oder einen Platz zu leihen, in der Vergangenheit ausgeschlagen hatte. Dass die Roger-Federer-Allee in Biel am Sitz von Swiss Tennis vorbeiführt, sieht er als Symbol: «Die jungen Spieler sollen davon träumen, einst eine eigene Strasse zu haben.»

Berner Zeitung

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