FC Sion und eine Kuh gewinnen im Progr

An der Slam Movie Night vom Mittwoch wurde im Kulturzentrum Progr gebuht, gelacht und gejohlt. Die 184-köpfige Jury zeichnete einen Kurzfilm aus dem Wallis mit dem «Slammie» aus.

«Cupsieger 2015» erhielt viele Lacher, tosenden Applaus und den Slammie an der Slam Movie Night. Quelle: vimeo.com/Shining Pictures

Claudia Salzmann@C_L_A

Am Mittwochabend fand in der ausverkauften Aula des Kulturzentrums Progr die Slam Movie Night statt. Die Filmemacher David Constatin, Rafael Kistler und Sandro Caldelari wurden für ihren Kurzfilm «Cupsieger 2015» mit dem Slammie ausgezeichnet. Der Film handelt von einer Kuh, die mit ihren hellseherischen Fähigkeiten den Sieger des Schweizer Fussballcups bestimmen kann. Der Film (siehe oben) war eine Auftragsarbeit von Wallis Tourismus und dauerte weniger als eine Minute.

Zu Lachen gab vor allem das Making-Of: Gezeigt wird dabei der Eringer-Kuhzüchter, wie er den Filmleuten seine Kuh auslieh und sie bei den Dreharbeiten vom Balkon aus beobachtete. Der Regisseur, selber ein FC Sion-Fan, ärgerte sich über die Kuh, die immer zur Baslerfahne wollte und so den FC Basel als Cupsieger vorausgesagt hätte. Im Making-Off war auch zu sehen, mit welchen Mitteln man versuchte, die Kuh in die richtige Richtung zu lenken: mit einer Cervelat, mit Schnaps, ziehend mit einem Roller oder allesamt stossend am Tier selber.

184 Jurymitglieder

Auf dem zweiten Platz landete «First Love», für den es ähnlich viel Applaus gab. Der Film handelt von der grossen Liebe zum Skaten. Eine Stimme aus dem Off erzählt, wie der Filmemacher selbst eine Dekade lang nichts anderes gemacht hat. Mit vielen Stürzen illustriert der Regisseur Christian Taro Müller, wie «Scheisse Skaten eigentlich war». Und mit emotionsgeladenen und ästhetischen Bildern von gelungenen Tricks überzeugt er alle der 180 Zuschauer, dass Skaten eben doch nicht «Scheisse ist». Müller durfte eine Flasche Rum als Preis entgegennehmen, die er brüderlich mit dem «Cupsieger»-Team teilte.

First Love - Trailer from Christian Taro on Vimeo.

Die beiden Filme setzten sich gegen fünf weitere (siehe Box) durch. Die Kurzfilme, von denen der längste sechs Minuten dauerte, werden in der Slam Movie Night vom rund 180-köpfigen Publikum bewertet. Wenn einer nicht gefällt, dann wird gebuht und der Film abgebrochen. Die 4-köpfige Jury hat jeweils ein Veto-Recht, den Film trotzdem weiterzuschauen.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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