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«Künftig müssten Fanmärsche möglich sein»

Bern bekommt den Cupfinal zurück. Fünf Fragen an den Stapi Alec von Graffenried, der bei den Verhandlungen mit dem Schweizerischen Fussballverband dabei war.

Claudia Salzmann
Der Schweizerische Fussballverband hat beschlossen, den diesjährigen Cupfinal wieder in Bern austragen zu lassen.
Der Schweizerische Fussballverband hat beschlossen, den diesjährigen Cupfinal wieder in Bern austragen zu lassen.
Urs Baumann
... werden beim Gegner FC Zürich schon kritische Stimmen wegen Wettbewerbsverzerrung laut.
... werden beim Gegner FC Zürich schon kritische Stimmen wegen Wettbewerbsverzerrung laut.
Ennio Leanza, Keystone
Dabei müssten die Zürcher doch gute Erinnerungen haben: Als das Endspiel letztmals 2014 in Bern stattfand, holten sie mit einem 2:0 über Basel den Titel.
Dabei müssten die Zürcher doch gute Erinnerungen haben: Als das Endspiel letztmals 2014 in Bern stattfand, holten sie mit einem 2:0 über Basel den Titel.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Und wie die Finalniederlage 2009 von YB gegen Sion zeigt, muss auch der Kunstrasen kein Vorteil für die Berner sein.
Und wie die Finalniederlage 2009 von YB gegen Sion zeigt, muss auch der Kunstrasen kein Vorteil für die Berner sein.
Urs Baumann
Die Schattenseite: 2014 kam es rund um den Final zu Ausschreitungen in der Berner Innenstadt.
Die Schattenseite: 2014 kam es rund um den Final zu Ausschreitungen in der Berner Innenstadt.
Jürg Spori
Dass ein Fanmarsch auch friedlich ablaufen kann, zeigten die YB-Anhänger 2009.
Dass ein Fanmarsch auch friedlich ablaufen kann, zeigten die YB-Anhänger 2009.
Christian Pfander
Unvergessen auch der Besuch der Holländer während der Europameisterschaft 2008: So könnte Bern vom Sportanlass profitieren.
Unvergessen auch der Besuch der Holländer während der Europameisterschaft 2008: So könnte Bern vom Sportanlass profitieren.
Urs Baumann
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Der diesjährige Cupfinal wird in Bern ausgetragen, mit Option auf die nächsten Durchführungen. Verbuchen Sie als Stadtpräsident das als persönlichen Erfolg?Es geht doch nicht um mich. Es geht um Bern und seine Position als Sportstadt. Dazu etwas beizutragen, gehört zu meinen Aufgaben als Stadtpräsident.

Was hat den Ausschlag für Bern gegeben? Wir haben signalisiert, dass wir den Final hier in Bern wollen, dauerhaft. Es war wichtig, dass ich als Stadtpräsident dahinterstand.

Warum will Bern den Cupfinal? Dieser passt in unsere Strategie, dass wir Sportveranstaltungen mit schweizweiter Ausstrahlung durchführen. Das ist ja nicht nur bei Fussballpartien so, sondern ebenfalls bei anderen Sportarten und anderen Grossanlässen, wie zum Beispiel die Swiss Skills. Dabei geht es auch um die Zentralität, die Bern in der Schweiz hat. Diesen Vorteil haben Genf oder St. Gallen nicht.

Ob der Final dauerhaft nach Bern kommt, ist noch nicht klar. Es muss eine erfolgreiche Durchführung sein. Ist das eine Erziehungsmassnahme für die Fans? Erziehung würde ich das nicht nennen. Wir haben mit dem SFV ein Massnahmenbündel geplant, das wir laufend verbessern können. Unser oberstes Ziel ist, Ausschreitungen zu verhindern und aus dem Cupfinal wieder ein Fussballfest zu machen.

Werden Fanmärsche möglich sein? Meiner Ansicht nach ja. Wir hatten auch super Fanmärsche, wie an der Euro 08, als die Holländer durch Bern marschierten. Dagegen hat ja niemand etwas und das soll auch künftig möglich sein. In der aktuellen Bewilligung haben wir geplant, dass Fanmärsche vom Bahnhof Ostermundigen und vom Wankdorf möglich sind. Den Fans muss einfach bewusst sein, dass das Image des Cups unter den Ausschreitungen 2014 gelitten hat.

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