Fair, fairer, Ultimate Frisbee

Obwohl es beim Frisbee an den Wettkämpfen keine Schiedsrichter gibt, gilt die Sportart als eine der fairsten. Meinungsverschiedenheiten werden ausdiskutiert.

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Gibt es eine Sportart ohne nega­tive Emotionen, ohne Frust und ohne Gehässigkeiten? «Nein, natürlich nicht. Sport ist immer emotional. Bei uns ist aber alles ein bisschen anders», sagt der Präsident von den Disc Club Panthers, einem von drei Ultimate-Frisbee-Vereinen in Bern.

Seit 13 Jahren ist Lukas Schär im Frisbee-Sport mit dabei und hat an Welt- und Europameisterschaften teilgenommen. «In dieser ganzen Zeit ist es nie vorgekommen, dass eine Situation auf dem Spielfeld körperlich eskaliert ist», sagt der 30-Jährige.

«Spirit of the Game» nennen die Sportler die im Ultimate gelebte Form von Fairplay. Überall auf der Welt lerne jeder Anfänger als Erstes die Prinzipien des Spirit of the Game. Dabei gehe es letztlich immer darum, dass man sich als Spieler dem Fairplay verpflichte und auf dem Spielfeld Verantwortung übernehme.

«Das ist so wichtig, weil es im Ultimate keine Schiedsrichter gibt», sagt der Captain der Panthers. «Und zwar weder an Weltmeisterschaften, in der Champions League noch an den Schweizer Meisterschaften.» Falls es zu Meinungsverschiedenheiten komme, werde das Spielgeschehen unterbrochen, damit man sich einigen könne. «Und das funktioniert erstaunlicherweise in den allermeisten Fällen», so Schär.

Berner Teams gegeneinander

Bern hat eine grosse Ultimate-Gemeinschaft. Als erster Verein wurden 1984 die Flying Angels gegründet. Anschliessend folgten die Panthers 1990, und schliesslich stiess 2015 ein Klub aus Belp dazu. Gibt es zwischen den Teams einen besonderen Konkurrenzkampf? «Wir haben ein freundschaftliches Verhältnis, aber klar will man auch gegen diese Mannschaften gewinnen», sagt Schär.

Viel Fitness vor der Saison

Und Levin Sommer, ein Spieler der Panthers, der auch für die ­Nationalmannschaft aufläuft, ergänzt: «Und im Moment gewinnen wir auch meistens gegen die anderen Berner Equipen.» Aktuell bereiten sich die Panthers auf die kommende Saison vor. Da steht vor allem Fitness auf dem Programm. In der Trainingsstunde werden Kraftparcours absolviert und ein Treppenlauf an den anderen gereiht.

Bevor die Spieler im Frühling wieder auf das Spielfeld zurückkehren und Wettkämpfe austragen, sollen sie optimal auf das schnelle Spiel und die grossen Laufdistanzen vorbereitet sein. (Berner Zeitung)

Erstellt: 07.03.2016, 10:45 Uhr

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Ultimate

Es spielen zwei Teams mit je sieben Spielern auf dem Rasen gegeneinander. Das rechteckige Spielfeld von der Grösse eines Fussballfeldes hat zwei End­zonen. Die Teams erzielen Punkte, indem sie das Frisbee in der gegnerischen Endzone fangen. Die Spieler dürfen die Scheibe nur durch Werfen vorwärtsbewegen. Fängt ein Spieler die Scheibe, darf er nicht mehr rennen, bis er das Frisbee an einen Mitspieler abgegeben hat. Die Mannschaft, die zuerst 17 Punkte erreicht hat, gewinnt das Spiel. Gespielt wird auf der ganzen Welt mit dem gleichen Typ Frisbee. Dieses ist genau 175 Gramm schwer. (abe)

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