Für die Internet-Liebe griff er in die Kasse

Er betrog den Kanton um mehr als 430'000 Franken. Am Freitag wurde der ehemalige Mitarbeiter des Migrationsamtes zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von 7 Monaten verurteilt. Vor Gericht stand ein einsamer, verzweifelter Mann.

Aus Einsamkeit veruntreute ein ehemaliger Kantonsmitarbeiter Geld und überwies es an seine Internetbekanntschaften.

Philippe Müller

Nein, gut gehe es ihm nicht. Denn er finde keine Arbeit mehr. Das sagte der rund 50-jährige Mann am Freitag vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland auf die entsprechende Frage des Gerichtsprä­sidenten.

Dass er seit ziemlich ­genau einem Jahr arbeitslos ist, hat weniger mit seinem Alter zu tun. Vielmehr liegt es an seinen langen Fingern: In seiner Funktion als Angestellter des kanto­nalen Amtes für Migration und Personenstand (MIP) zweigte er ­zwischen 2014 und 2016 rund 430 000 Franken ab.

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