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EWB schreibt erstmals rote Zahlen

Das städtische Versorgungsunternehmen EWB verzeichnete im vergangenen Jahr einen Verlust von 141 Millionen Franken. Zwar ist dieser vor allem auf eine neue Verbuchungspraxis zurückzuführen. Doch die goldenen Zeiten sind vorbei.

Die Erklärung: EWB-Chef Daniel Schafer erläutert, wie der Verlust zustande kam. Flankiert wird er von Finanzchef Urs Balzli und Kommunikationschefin Claudia Kohlschütter.
Die Erklärung: EWB-Chef Daniel Schafer erläutert, wie der Verlust zustande kam. Flankiert wird er von Finanzchef Urs Balzli und Kommunikationschefin Claudia Kohlschütter.
Beat Mathys
Ende 2012 sind 37000 der 84000 Stadtberner Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen, das EWB in Kooperation mit der Swisscom aufbaut. Das bedeutet, dass die Kabel verlegt sind – nicht unbedingt, dass die Wohnungen bereits angeschlossen sind. Es sei ein «offenes Geheimnis», dass die Zuwachsraten im Moment Sorge bereiten würden. Daran arbeite man, sagt EWB-CEO Daniel Schafer. Bis 2017 will EWB 90 Prozent, bis 2020 alle Haushalte der Stadt anschliessen. Die Kritik von Stadtpolitikern, dass EWB viel Geld für ein unnötiges Netz ausgebe, kontert Schafer: «Das Glasfasernetz lässt sich nicht mit einer üblichen Investition vergleichen.» Man sei davon überzeugt, dass mittel- bis langfristig eine einzige Breitbandverbindung pro Haushalt nötig sei. Da es sich um eine Kooperation mit der Swisscom handle, erhalte EWB auch Geld von ihr. wrs
Ende 2012 sind 37000 der 84000 Stadtberner Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen, das EWB in Kooperation mit der Swisscom aufbaut. Das bedeutet, dass die Kabel verlegt sind – nicht unbedingt, dass die Wohnungen bereits angeschlossen sind. Es sei ein «offenes Geheimnis», dass die Zuwachsraten im Moment Sorge bereiten würden. Daran arbeite man, sagt EWB-CEO Daniel Schafer. Bis 2017 will EWB 90 Prozent, bis 2020 alle Haushalte der Stadt anschliessen. Die Kritik von Stadtpolitikern, dass EWB viel Geld für ein unnötiges Netz ausgebe, kontert Schafer: «Das Glasfasernetz lässt sich nicht mit einer üblichen Investition vergleichen.» Man sei davon überzeugt, dass mittel- bis langfristig eine einzige Breitbandverbindung pro Haushalt nötig sei. Da es sich um eine Kooperation mit der Swisscom handle, erhalte EWB auch Geld von ihr. wrs
Keystone
EWB liefert jährlich eine Gewinnausschüttung an die Stadt ab. Der Betrag schrumpfte zuletzt. 2010 betrug er 65 Millionen, 2011 67 und 2012 noch 43 Millionen Franken. 2011 wurde die letzte von drei Reserveausschüttungen von 25 Millionen fällig. 2013 wird EWB total 25 Millionen  abliefern. Diese Summe sei Resultat «zäher Verhandlungen» zwischen Stadt und EWB, so Daniel Schafer. Dieser Betrag gilt bis auf weiteres.wrs
EWB liefert jährlich eine Gewinnausschüttung an die Stadt ab. Der Betrag schrumpfte zuletzt. 2010 betrug er 65 Millionen, 2011 67 und 2012 noch 43 Millionen Franken. 2011 wurde die letzte von drei Reserveausschüttungen von 25 Millionen fällig. 2013 wird EWB total 25 Millionen abliefern. Diese Summe sei Resultat «zäher Verhandlungen» zwischen Stadt und EWB, so Daniel Schafer. Dieser Betrag gilt bis auf weiteres.wrs
Andreas Blatter
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Buchhaltung ist Auslegungssache. Zu diesem Schluss kommt man, wenn man das diesjährige Ergebnis des städtischen Energie- und Versorgungsunternehmens EWB betrachtet. Operativ betrachtet erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von 32,6 Millionen Franken.

Dann machten sich im Auftrag von EWB-Chef Daniel Schafer und mit Zustimmung des Verwaltungsrats die Buchhalter ans Werk: Zum einen lösten sie die Sondertöpfe für die Bereiche Wasser und Kehrichtverwertung in Höhe von 75,9 Millionen Franken auf. Da es sich um Vorauszahlungen der EWB-Kunden zur Deckung von künftigen Investitionen handelt, werden sie neu als Fremdkapital verbucht.

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