Zum Hauptinhalt springen

«Es war ein Privileg, sein Nachfolger zu werden»

Der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried ist vom Tod seines Vorgängers Alexander Tschäppät tief betroffen. Die Fahnen am Erlacherhof wehen seit heute Morgen auf Halbmast.

Stefan Schnyder
Alec von Graffenried ist überzeugt, dass Alexander Tschäppät das Amt des Stadtpräsidenten auf eine neue Stufe gehoben hat.

Der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried hat die Fahnen am Erlacherhof auf Halbmast setzen lassen. «Alexander Tschäppät war mit seiner Art, wie er sein Amt führte, ein Vorbild für alle anderen Stadtpräsidenten der Schweiz», sagt er.

Alec von Graffenried ist vom Tod von Alexander Tschäppät tief betroffen. «Sein Tod ist ein riesiger Verlust», sagt er. Und fügt an: «Ich habe mich seit meinem Amtsantritt etwa alle zwei Monate mit ihm getroffen. In den letzten Monaten dann häufiger.

Das letzte Mal haben wir vor drei, vier Wochen im Commerce gemeinsam zu Mittag gegessen», erzählt er. Er habe den Austausch mit Tschäppät sehr geschätzt. «Dank seiner Erfahrung hat er die Komplexität der Geschäfte sehr gut verstanden.» Aber er habe sich nie mit Ratschlägen in die Stadtpolitik eingemischt. Auch bei der Amtsübergabe habe ihm Tschäppät keine Empfehlungen mit auf den Weg gegeben.

Von Graffenried ist überzeugt, dass Tschäppät das Amt des Stadtpräsidenten auf eine neue Stufe gehoben hat: «Er hat mit Haut und Haar für Bern gelebt. Mit seiner Art, sein Amt zu führen, ist er auch heute noch ein Vorbild für alle anderen Stadtpräsidenten der Schweiz. Und natürlich speziell auch für mich. Es war ein Privileg, auf ihn zu folgen», sagt er.

2016: Das Ende seiner Amtszeit als Stapi: Alexander Tschäppät auf dem Balkon seines Büros im Erlacherhof.
2016: Das Ende seiner Amtszeit als Stapi: Alexander Tschäppät auf dem Balkon seines Büros im Erlacherhof.
Beat Mathys
2016: Alexander Tschäppät traf Klaus Wowereit, ehemaliger Regierender Bürgermeister von Berlin – anlässlich der Vernissage der Tschäppät-Biografie.
2016: Alexander Tschäppät traf Klaus Wowereit, ehemaliger Regierender Bürgermeister von Berlin – anlässlich der Vernissage der Tschäppät-Biografie.
Urs Baumann
2012: Tschäppät auf dem Viererfeld, dessen Überbauung ihm sehr am Herzen gelegen hat.
2012: Tschäppät auf dem Viererfeld, dessen Überbauung ihm sehr am Herzen gelegen hat.
Urs Baumann
2011: Die Eiskunstlauf-EM fand in Bern statt, Tschäppät balanciert zusammen mit Regierungsrat Andreas Rickenbacher und Roland Wehinger, Präsident des Eislauf-Verbands auf dem Eis.
2011: Die Eiskunstlauf-EM fand in Bern statt, Tschäppät balanciert zusammen mit Regierungsrat Andreas Rickenbacher und Roland Wehinger, Präsident des Eislauf-Verbands auf dem Eis.
Urs Baumann
2010: Immer im Schuss – Alexander Tschäppät testet in der Junkerngasse ein Elektrovelo.
2010: Immer im Schuss – Alexander Tschäppät testet in der Junkerngasse ein Elektrovelo.
Christian Pfander
2008: Anlässlich einer Medienkonferenz zur Euro 08 balanciert Tschäppät einen offiziellen Euro-Fussball.
2008: Anlässlich einer Medienkonferenz zur Euro 08 balanciert Tschäppät einen offiziellen Euro-Fussball.
Edy Engeler
2008: Uefa-Präsident Michel Platini inspiziert im Vorfeld der Fussball-EM das Wankdorf-Stadion. Tschäppät schaut zu.
2008: Uefa-Präsident Michel Platini inspiziert im Vorfeld der Fussball-EM das Wankdorf-Stadion. Tschäppät schaut zu.
Andreas Blatter
2008: Holland-Fan-Fest an der Fussball-EM auf dem Bundesplatz. Stadtpräsident Alexander Tschäppät lässt sich anstecken.
2008: Holland-Fan-Fest an der Fussball-EM auf dem Bundesplatz. Stadtpräsident Alexander Tschäppät lässt sich anstecken.
Urs Baumann
2007: Stadtpräsident Alexander Tschäppät in seinem Büro.
2007: Stadtpräsident Alexander Tschäppät in seinem Büro.
Urs Baumann
2007: Tschäppät nach einem Gewitter am Gurtenfestival.
2007: Tschäppät nach einem Gewitter am Gurtenfestival.
Keystone
2006: Stadtpräsident Alexander Tschäppät in seinem Büro im Erlacherhof.
2006: Stadtpräsident Alexander Tschäppät in seinem Büro im Erlacherhof.
Urs Baumann
2005: Zusammen mit Moritz Leuenberger und Jens Alder an der Jubiläumsfeier «125 Jahre Telefonbuch» im Museum für Kommunikation.
2005: Zusammen mit Moritz Leuenberger und Jens Alder an der Jubiläumsfeier «125 Jahre Telefonbuch» im Museum für Kommunikation.
Andreas Blatter
2005: Alexander Tschäppät vor der Westside-Baustelle.
2005: Alexander Tschäppät vor der Westside-Baustelle.
Andreas Blatter
2004: Tschäppät als Planungsdirektor, vor dem Wasserspiel des damals neugestalteten Bundesplatzes.
2004: Tschäppät als Planungsdirektor, vor dem Wasserspiel des damals neugestalteten Bundesplatzes.
Keystone
2003: Tschäppät und Bundeskanzlerin Anne Marie Huber Hotz machen sich mit Pressluftbohrern an den Spatenstich für den Umbau des Bundesplatzes in Bern.
2003: Tschäppät und Bundeskanzlerin Anne Marie Huber Hotz machen sich mit Pressluftbohrern an den Spatenstich für den Umbau des Bundesplatzes in Bern.
Keystone
2002: Verkehrssicherheitstag auf dem Bundesplatz Bern. Alexander Tschäppät und Kurt Wasserfallen wagen einen Ueberschlag im Rollkäfig.
2002: Verkehrssicherheitstag auf dem Bundesplatz Bern. Alexander Tschäppät und Kurt Wasserfallen wagen einen Ueberschlag im Rollkäfig.
Walter Pfäffli
2001: Tschäppät als Planungs- und Baudirektor und der damalige Stadtpräsident Klaus Baumgartner an der Pressekonferenz zum Wettbewerb für den Baldachin am Bahnhof.
2001: Tschäppät als Planungs- und Baudirektor und der damalige Stadtpräsident Klaus Baumgartner an der Pressekonferenz zum Wettbewerb für den Baldachin am Bahnhof.
Daniel Fuchs
2001: Tschäppät war sich nicht zu schade, anzupacken – hier sollen Aufkleber an den Abfall-Körben die Stadt Bern sauberer machen.
2001: Tschäppät war sich nicht zu schade, anzupacken – hier sollen Aufkleber an den Abfall-Körben die Stadt Bern sauberer machen.
Walter Pfäffli
2000: Von 1982 bis 2000 amtete Tschäppät im Amtshaus als Gerichtspräsident.
2000: Von 1982 bis 2000 amtete Tschäppät im Amtshaus als Gerichtspräsident.
Urs Baumann
2000: An einem Fussballspiel, das Politiker und Flüchtlinge einem Team von ehemaligen Fussballgrössen entgegenstellte.
2000: An einem Fussballspiel, das Politiker und Flüchtlinge einem Team von ehemaligen Fussballgrössen entgegenstellte.
Keystone
1999: Ausflug der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates in den Bärengraben. Tschäppät übt sich darin, Futter für die Bären zu verstecken.
1999: Ausflug der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates in den Bärengraben. Tschäppät übt sich darin, Futter für die Bären zu verstecken.
Daniel Fuchs
Während einer Session im Bundeshaus in Bern, undatierte Aufnahme aus den 1990er Jahren.
Während einer Session im Bundeshaus in Bern, undatierte Aufnahme aus den 1990er Jahren.
Keystone
1995: Aufräumen nach einer Sondersession im Bundeshaus.
1995: Aufräumen nach einer Sondersession im Bundeshaus.
Keystone
1 / 25

Von Tschäppäts Leistungen will von Graffenried keine einzelne hervorheben. «Tschäppät selbst und seine Erfolge waren ein Gesamtkunstwerk. Aber sehr wichtig war, dass er den Stadtbernerinnen und Stadtbernern ein positiveres, selbstbewussteres Lebensgefühl vermittelt hat.»

Und wie wird Tschäppät in Erinnerung bleiben? «Er war ein Menschenfreund. Er verstand es, mit Menschen durch alle Schichten hindurch in Kontakt zu treten. Er hat die Menschen gerne gehabt», sagt Tschäppäts Nachfolger.

Dieser Artikel wurde automatisch auf unsere Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch