«Es ist legitim, dass wir auch für das Stadtpräsidium antreten»

Bern

Der CVP-Gemeinderat Reto Nause kandidiert für das Berner Stadtpräsidium. Im Interview erklärt er, warum die Mitteliste für ihn ein Glücksfall ist.

Reto Nause will Stadtpräsident werden – mit einer Allianz von Mitteparteien im Rücken.

Reto Nause will Stadtpräsident werden – mit einer Allianz von Mitteparteien im Rücken.

(Bild: Iris Andermatt)

Reto Nause, sieben Kandidaturen fürs Stadtpräsidium standen schon fest – darunter alle amtierenden Gemeinderatsmitglieder. Sie konnten gar nicht anders, als auch als Stapi anzutreten.
Reto Nause: Es hätte den Mitteparteien und mir selber tatsächlich nicht geholfen, wenn ich bei diesem Wahlkampf durch Ab­wesenheit geglänzt hätte. Aber das ist nicht der Hauptgrund für meine Kandidatur als Stadt­präsident.

Sondern?
Die vier Mitteparteien kommen zusammen auf einen Wähler­anteil von 24 bis 25 Prozent und sind damit mit deutlichem Abstand die zweitgrösste Kraft in der Stadt Bern. Da ist es legitim, dass wir auch für das Stadtpräsidium antreten.

Das RGM-Bündnis stellt drei Kandidaturen zur Auswahl, die SVP ebenfalls. Weshalb beschränken sich die Mitteparteien auf Ihre Kandidatur?
Wir waren uns einig, dass sich ein Bündnis auf eine Kandidatur einigen können muss. Es macht Sinn, dass ich als amtierender Gemeinderat und Vizestadtpräsident ins Rennen steige. Man kann sich auch fragen, ob der aktuelle Jekami-Stapi-Wahlkampf dem Amt gerecht wird. Für die Mitteliste gilt auf jeden Fall die Maxime «Eine Allianz – eine Stapi-Kandidatur».

Die Mitteliste ist ein Glücksfall für Sie. Allein hätten Sie als Vertreter der Kleinpartei CVP keine Chance.
Das stimmt. Ich möchte aber betonen, dass sich die Mitteliste nicht meinetwegen gebildet hat. Wir stimmen bei inhaltlichen Anliegen überein. So war ich beispielsweise als Gemeinderat stets ein verlässlicher Partner für die Grünliberalen, wenn es um Energiethemen ging.

Wagen Sie eine Prognose für die Stadtpräsidiumswahl?
(lacht) Mit Prognosen sollten wir wohl alle bis nach dem ersten Wahlgang abwarten. Interview: Mirjam Messerli

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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