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«Es gab nachweislich Prostitution und Vergewaltigungen»

Menschen auszustellen, hatte in der Schweiz Tradition»: Autorin Rea Brändle über die Völkerschauen, deren Ende – und die heutige Fortsetzung.

1834 besuchte «der wilde Ashantee» Bern. War dies die erste Völkerschau in der Stadt?Rea Brändle:Wohl kaum. Ich habe das «Intelligenzblatt für die Stadt Bern» ausgewertet. Diese Zeitung geht bis 1834 zurück. Doch wurden wohl schon früher einzelne Menschen auf der Messe ausgestellt. Das hatte in der Schweiz nachweislich Tradition, geworben wurde mit Handzetteln und sehr dünnen Affichen.

Im Basler Zoo wurden bis in die 1930er-Jahre Menschen ausgestellt. Gab es so was auch im Berner Tierpark? Das Gehege im Basler Zoo war nicht fix eingerichtet, sondern wurde jeweils installiert, wenn Völkerschauen gezeigt wurden. In Zürcher Zoo war es genauso. Für die Tierparks von Bern und St.Gallen sind mir keine Völkerschauen bekannt.

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