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«Es braucht gute Angebote, dann steigen die Leute aufs Velo um»

Der Berner Verkehrsingenieur Martin Wälti ist überzeugt vom grossen Potenzial des Velos. Nötig seien Investitionen und neue Gesetze, so der Experte für Langsamverkehr. Roadpricing und höhere ÖV-Preise seien eine Frage der Zeit, sagt Wälti.

Das Velo ist sein Steckenpferd: Martin Wälti bei den Veloabstellplätzen am Berner Hirschengraben, vor der Haustür seines Büros für Mobilität.
Das Velo ist sein Steckenpferd: Martin Wälti bei den Veloabstellplätzen am Berner Hirschengraben, vor der Haustür seines Büros für Mobilität.
Beat Mathys
Umkämpfte Strasse: Damit mehr Personen aufs Velo umsteigen, braucht es laut Martin Wälti, Experte für Langsamverkehr, einen Ausbau der Infrastruktur, mehr Dienstleistungen sowie Kampagnen, die das Velofahren propagieren.
Umkämpfte Strasse: Damit mehr Personen aufs Velo umsteigen, braucht es laut Martin Wälti, Experte für Langsamverkehr, einen Ausbau der Infrastruktur, mehr Dienstleistungen sowie Kampagnen, die das Velofahren propagieren.
Beat Mathys
Fotomontage einer Radwegbrücke über die Aare. Vom Lorraine-Schulhaus bis zum Portal des Neufeldtunnels: So stellen sich die Planer die 250 Meter lange Velobrücke vor.
Fotomontage einer Radwegbrücke über die Aare. Vom Lorraine-Schulhaus bis zum Portal des Neufeldtunnels: So stellen sich die Planer die 250 Meter lange Velobrücke vor.
zvg
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Medien berichten über Eltern, die Velofahren zu gefährlich finden, und über Junge, die lieber Tram und Bus fahren. Trotz rot-grüner Städte wachse der Veloanteil nicht. Zielt Veloförderung an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei? Martin Wälti: Wenn der öffentliche Verkehr (ÖV) mit Milliardenbeträgen ausgebaut wird, gerät das Velo zwangsläufig ins Hintertreffen. Bern hat extrem viel in den ÖV investiert und macht es mit dem Tram Region Bern weiterhin. Die Veloförderungsarbeit der Stadt Bern der letzten Jahre reicht nicht mehr aus. Soll sich die Zahl der Velofahrenden verdoppeln, braucht es sehr grosse Anstrengungen.

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