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«Es besteht kein Grund zur Panik»

Der schwache Euro ist für Bern-Tourismus-Chef keine Krise. Markus Lergier erklärt, worauf die Stadt Bern nun setzen muss.

Vor 125 Jahren fuhr in der Stadt Bern nicht nur das erste Tram, auch der erste Verkehrsverein wurde 1890 gegründet.
Vor 125 Jahren fuhr in der Stadt Bern nicht nur das erste Tram, auch der erste Verkehrsverein wurde 1890 gegründet.
zvg
Eine Touristenattraktion par excellence in den 1950er- und 60er-Jahren:  Ein Sessellift fuhr 1954 und 1961 vom Bärengraben bis zum BEA-Gelände, zu den Ausstellungen Hospes und Hyspa.
Eine Touristenattraktion par excellence in den 1950er- und 60er-Jahren: Ein Sessellift fuhr 1954 und 1961 vom Bärengraben bis zum BEA-Gelände, zu den Ausstellungen Hospes und Hyspa.
Logiernächte in der Stadt Bern seit der Gründung des Verkehrsverein 1890.
Logiernächte in der Stadt Bern seit der Gründung des Verkehrsverein 1890.
Grafik BZ
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Was bedeutet die Aufhebung des Euromindestkurses für Bern Tourismus?Markus Lergier:Das ist eine schwierige Frage. Wir müssen die Entwicklung im Auge behalten. Jedenfalls besteht kein Grund zur Panik. Die Branche muss nun Einigkeit zeigen und gemeinsam mit guter Qualität und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen.

Das ist keine Krise für Sie? Es ist eine Herausforderung.

Wie hoch schätzen Sie die Einbussen von Touristen aus EU-Ländern ein? Das kann ich nicht sagen, da sich die wirtschaftliche Entwicklung derzeit noch zu sprunghaft zeigt.

Letztes Jahr konnte Bern Tourismus einen neuen Beherbergungsrekord in der Stadt Bern verbuchen. Das wird in diesem Jahr nicht der Fall sein... ... die Rekordmarke von rund 718'000 Übernachtungen werden wir wohl schwerlich überbieten können. Das liegt aber nicht nur am starken Franken, sondern auch daran, dass unser Bettenangebot limitiert ist.

Jürg Schmid, Direktor Schweiz Tourismus, hat gesagt: Wir müssen die Schweizer in der Schweiz behalten. Ihre Meinung? Ja, diesen Aufruf an die Schweizer Bevölkerung habe ich auch gemacht. Der Städtetourismus ist aber anders strukturiert als der Freizeittourismus. Wir haben einen anderen, um nicht zu sagen stabileren Gästemix als eine typische Feriendestination. In der Stadt Bern bilden nebst dem Freizeit- auch der Geschäfts- und der Polittourismus ein starkes Standbein – ebenso wie das Kongresswesen.

Aber für ausländische Gäste wird es auch in Bern noch teurer. Darauf gibt es nur eine Antwort: Wir müssen auf Qualität und auf Gastfreundschaft setzen. Wir haben schon oft schwierige Situationen überstanden. In ungewissen Zeiten braucht es eine gute Portion Zuversicht.

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