Erste Berner Compilation veröffentlicht

Das Berner Musiklabel Sirion Records veröffentlichte am Montag die erste «Bärn Kompileischn». Der erste Teil gibt Einblick in die elektronische Tanzmusikszene in Bern.

Die drei Köpfe hinter Sirion Records: Bird, Feodor und Frango.

Die drei Köpfe hinter Sirion Records: Bird, Feodor und Frango. Bild: zvg/Sirion

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Lokalpatriotische Elektroliebhaber werden dieses Release lieben: 14 Berner Artisten geben beim «Bärn Kompileischn Pt. 1» mit grösstenteils extra produzierten Tracks ihr Bestes. «Die Idee hatten wir schon vor zwei Jahren, doch das Zusammentragen der Tracks haben wir erst dieses Jahr in Angriff genommen», erklärt Franco Rüegger vom Label Sirion Records, das hinter dem Release steckt. Nicht nur aus Kostengründen wurde die Compilation ausschliesslich digital veröffentlicht: «Mit CDs erreicht man heutzutage einfach nicht mehr so viele Leute», begründet der 33-Jährige diesen Entscheid weiter.

Zweiter Teil kommt 2013

«Aus den 40 bis 50 potentiellen Artisten haben wir so ausgewählt, dass die Tracks zu unserem Label passen», erklärt Rüegger weiter. Dieses setzt vor allem auf «Progressed House» und so entstand ein Querschnitt der Berner Deep-House- und Tech-House-Künstler. Für das nächste Jahr ist bereits der zweite Teil geplant. Nicht nur digital, sondern auch eine Auskopplung auf Vinylplatten. Etwaige Fördergeldern würden dies erleichtern.

«Bei der ersten Compilation haben ungefähr zur Hälfte sehr erfahrene Künstler und zur andere Hälfte junge Artisten mitgemacht.» Unter anderem ist DJ Mastra an der Compilation beteiligt. Bei der zweiten dürften noch mehr Erfahrene dabei sein, die derzeit mit eigenen Projekten verplant gewesen sind.

Auf lokale Artisten setzen

Sirion konnte für die Compilation auf ihr Kontaktnetz zurückgreifen, da sie seit 2004 als Musiklabel im Geschäft sind. «Wir setzen auf lokale Künstler, auch wenn wir sonst viele Zusendungen aus der ganzen Welt zugeschickt bekommen», meint Franco, der selbst auch als DJ Frango auflegt. Neben Veröffentlichungen ist Sirion auch als Veranstalter auf dem Platz Bern aktiv, hat eine monatliche Internetradiosendung und eine Live-Sendung auf Radio Rabe.

Hinter Sirion verbergen sich noch zwei weitere Namen: der 38-jährige Patrick Stucki aka Bird, der die Rabe-Sendung moderiert und zuvor den Plattenladen «Schwarzmarkt» führte, und der 33-jährige Fedja Haueter alias Feodor. (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.12.2012, 14:26 Uhr

«Baern Kompileischn Pt. 1»

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