Erneut Hochwasserwarnung im Berner Mattequartier

Bern

Am Dienstagnachmittag sind die Mätteler per SMS vor Hochwasser gewarnt worden. Innert weniger Stunden stieg der Pegel um mehr als ein Meter. Schuld sind die heftigen Niederschläge im Oberland.

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Martin Bürki@tinubuerki27

«Warnung: Aare stark am Ansteigen, es besteht Hochwassergefahr. Keller räumen. Fahrzeuge aus gefährdetem Gebiet räumen. Bitte Nachbarn informieren.» Diese Nachricht ist am frühen Dienstagnachmittag an alle Bewohner des Berner Mattequartiers per SMS rausgegangen. Gemäss den Messdaten des Kantonalen Amtes für Wasser und Abfall (AWA) ist der Pegel der Aare seit Mitternacht fast einen Meter angestiegen. Den Prognosen des Bundesamtes für Umwelt zufolge führt die Aare bis am Dienstagabend 430 bis 440 Kubikmeter Wasser pro Sekunde - die Schadensgrenze liegt bei 420 Kubikmeter.

Feuerwehr «gewappnet»

«Es gibt x verschiedene Prognosen, effektiv erwarten wir 380 Kubikmeter pro Sekunde, die Schadensgrenze wird also nicht erreicht», beschwichtigt Adrian Röthlisberger, stellvertretender Mediensprecher der Berner Berufsfeuerwehr. «Wir sind gewappnet», verspricht er. Bereits am Sonntag waren die orangen Beaver-Schläuche installiert worden. Die Hochwasserwarnung sei vorsorglich verschickt worden. Ursache des Hochwassers ist der hohe Pegelstand des Thunersees nach den Niederschlägen im Berner Oberland in den letzten Tagen. Der See solle abgesenkt werden, weshalb mehr Wasser die Aare herunter geführt wird.

Anwohner berichten, dass derzeit noch kein Schwemmholz aus der Aare gefischt werde und dass der Wasserstand zwar hoch sei, aber noch nicht dramatisch. Panik herrsche noch keine. Die Mätteler sind eben hochwassererprobt.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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