Ittigen

Erneuerbare Energie: 4,6 Millionen als Anreiz für Private

IttigenDie Nutzung von erneuerbaren Energien soll in Ittigen gefördert werden. Der Gemeinderat will deshalb einen Fonds über 4,6 Millionen Franken einrichten, um Private bei Sanierungen zusätzlich zu unterstützen.

Wird in Ittigen eine neue Fotovoltaikanlage am Haus an­gebracht, unterstützt nicht nur der Bund, sondern auch die Gemeinde den Besitzer mit einem Beitrag.

Wird in Ittigen eine neue Fotovoltaikanlage am Haus an­gebracht, unterstützt nicht nur der Bund, sondern auch die Gemeinde den Besitzer mit einem Beitrag. Bild: Fotolia

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Bis im Jahr 2030 will Ittigen den CO2 in der Gemeinde um 40 Prozent gegenüber 2015 reduzieren. «Deshalb wollen wir die saubere Energie noch mehr promoten», sagt der zuständige Gemeinderat Philipp Roth (BVI). Hilfe bei der Umsetzung dieses Ziels soll jetzt ein grosser Batzen Geld bringen, der aus dem aus­gelaufenen Vertrag mit Energie Wasser Bern übrig geblieben ist. Der 4,6 Millionen grosse, überschüssige Betrag aus der Gasrechnung steht der Gemeinde nun für andere Mittel zur Ver­fügung.

«Mit diesem Geld wollen wir etwas Sinnvolles unterstützen», sagt Philipp Roth. Um die Nutzung von erneuerbaren Energien und die Energieeffizienz in Ittigen zu fördern, will der Gemeinderat deshalb ein neues Energieförderungsreglement erarbeiten. «Private sollen so ein Anreiz­system erhalten, um in die Sa­nierung ihrer Liegenschaften zu investieren.»

Wird beispielsweise eine neue Fotovoltaikanlage am Haus an­gebracht, unterstützt nicht nur der Bund, sondern auch die Gemeinde den Besitzer mit einem Beitrag. Dasselbe Prinzip gilt auch, wenn jemand sein Haus energieeffizienter umbaut oder seine Ölheizung durch eine Wärmeanlage ersetzt, die erneuer­bare Energien nutzt. Unterstützt der Kanton ein Sanierungs­projekt zum Beispiel mit 80'000 Franken, soll der Besitzer noch 40'000 Franken von der Ge­meinde dazuerhalten.

Die Gemeindeversammlung wird am 7. März darüber entscheiden, ob das Energieförderungsreglement eingeführt wird. Wenn das der Fall ist, soll es im Juli in Kraft treten. (abe)

Erstellt: 14.02.2018, 16:50 Uhr

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