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Erich Hess will einen Christoph-Blocher-Platz vor der Reitschule

Der Berner Stadtrat ist immer wieder mal gut für eine skurrile Debatte. So auch am Donnerstagabend. Es ging um die Umbenennung der Schützenmatte.

Erich Hess (Mitte stehend) brachte am Donnerstagabend im Berner Stadtrat einen Gegenvorschlag zur Forderung von Stadträtin Leena Schmitter. (Archivbild)
Erich Hess (Mitte stehend) brachte am Donnerstagabend im Berner Stadtrat einen Gegenvorschlag zur Forderung von Stadträtin Leena Schmitter. (Archivbild)
Christian Pfander

Die Stadträtin Leena Schmitter (Grünes Bündnis) hatte gefordert, dass die Schützenmatte Luciano-Romero-Platz umbenannt wird. Romero war ein kolumbianischer Menschenrechtsaktivist und ehemalige Arbeiter bei einer Tochterfirma von Nestlé. Im Jahr 2005 wurde er von Paramilitärs ermordet. Kurz danach hätte er in Bern einen Vortrag halten wollen.

Menschenrechtsorganisationen hatte wiederholt den Vorwurf erhoben, dass Nestlé bei der Ermordung die Hand im Spiel gehabt habe. Die offiziellen Untersuchungen dazu wurden jedoch alle eingestellt. «Die Stadt Bern könnte mit einer solchen Umbenennung zeigen, dass sie die globale Verantwortung für Menschenrechte ernst nimmt und dass sie ein Zeichen gegen Menschenrechtsverletzungen setzt», sagte Schmitter.

Hess für Christoph-Blocher-Platz

Der SVP-Stadtrat Erich Hess hält gar nichts von dieser Idee. Er präsentierte aber einen Gegenvorschlag: «Wenn wir schon einen Freiheitskämpfer ehren wollen, dann schlage ich vor, dass wir die Schützenmatte in Christoph-Blocher-Platz umbenennen», schlug er vor. Raunen im Saal. Blocher habe mit seinem Kampf der Schweiz ihre Freiheit bewahrt.

Über den Vorschlag von Hess konnte der Stadtrat nicht abstimmen, da er nicht traktandiert war. Die Schützenmatte wird aber auch nicht zum Luciano-Romero-Platz. Der Vorstoss wurde mit 42 Nein gegen 20 Ja abgelehnt.

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