Endlich entschieden. Und erst noch richtig.

Bern

Christoph Hämmann, Redaktor im Ressort Stadt Bern, über die Absicht des Berner Gemeinderates, bei der Planung des Gaswerkareals selbst Hand anzulegen.

Die Brache lebt: Der Gemeinderat hat entschieden, wie die Gaswerkareal-Planung weitergehen soll.

Die Brache lebt: Der Gemeinderat hat entschieden, wie die Gaswerkareal-Planung weitergehen soll.

(Bild: Andreas Blatter)

Christoph Hämmann

Erfreulich, hat der Gemeinderat noch in dieser Legislatur die weitere Planung auf dem Gaswerkareal festgelegt. Er hat den Entscheid lange genug vor sich hergeschoben, und es hätte seine Bilanz arg getrübt, wenn er das Geschäft der neuen Regierung unerledigt übergeben hätte.

Diese hätte im kniffligen Dossier wieder nach einem gemeinsamen Nenner suchen müssen, und schnell einmal wäre ein weiteres Jahr des Stillstands verstrichen. Zeit, die sich in einer Stadt, in der fast alle mit Wohnbau vorwärtsmachen wollen, sinnvoller nutzen lässt.

Der Entscheid des Gemeinderats ist auch inhaltlich sinnvoll. Der Stadtrat hatte kein Vertrauen in die bisherige Planung, und er hätte den Prozess wo immer möglich torpediert, solange dieser unter der Führung von Losinger Marazzi geblieben wäre.

Das Unternehmen mag sich über den Entscheid ärgern. Doch es wird in Wettbewerben früh genug wieder die Chance haben, bei der Entwicklung des Areals mitzumischen – aber dieses Mal kraft seines Know-how statt aufgrund von Hinterzimmerabsprachen.

Das Gaswerkareal birgt viel Potenzial für eine attraktive Stadterweiterung nach innen. Nun liegt es an Gemeinde- und Stadtrat, dieses auszuschöpfen.

Berner Zeitung

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