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«Einmal musste ich einem Betrunkenen vorlesen»

Aline Cordey (21) pendelt zwischen Ins und Bern.

«Nächster Halt: Bern» – die BZ-Pendlerserie. Heute auf der Strecke Ins – Bern. <i>Video: Christoph Albrecht</i>

Es ist 9.30 Uhr. Wann sind Sie heute Morgen aufgestanden? Um 8 Uhr.

Nehmen Sie es am Morgen jeweils eher gemütlich, oder sind Sie der Typ, der es auf den letzten Drücker auf den Zug schafft? Ich schaffe es immer gerade noch auf die letzte Sekunde auf den Zug.

Wie lange brauchen Sie von Tür zu Tür? Ungefähr 40 Minuten.

Wie vertreiben Sie sich beim Pendeln die Zeit? Ich lese ein Buch oder bin am Handy. Ein Buch zu lesen, ist natürlich besser. Da bildet man sich noch ein bisschen.

Warum pendeln Sie gerade mit dem Zug und nicht mit dem Auto oder sonst einem Gefährt? Alleine mit dem Auto zu pendeln, fände ich blödsinnig. Abgesehen davon habe ich die Autoprüfung gar nicht.

Was nervt Sie am meisten am Pendeln? Schwierig zu sagen. Eigentlich finde ich das Pendeln recht angenehm. Auf dieser Strecke hat es ein bisschen viele Tunnels. Das kann etwas nervig sein, weil man dann nicht telefonieren kann.

Finden Sie Essen im Zug ein No-Go? Das finde ich kein Problem, solange man keine Sauerei veranstaltet.

Wie sieht es mit Telefonieren aus? Wenn es nur um kurze Gespräche geht, telefoniere ich selber auch manchmal. Geht es um etwas, das andere nichts angeht, dann verzichte ich im Zug aber darauf. Wenn Passagiere die ganze Zugfahrt lang telefonieren, kann das schon nerven.

Welche Strecke machen Sie lieber: die Hin- oder die Rückfahrt? Ich denke die Rückfahrt. Dann ist man froh, bald zuhause zu sein.

Hatten Sie einmal irgendein spezielles Pendlererlebnis? Ja, einmal kam ein Betrunkener zu mir, drückte mir eine Zeitung in die Hand und forderte mich auf, ihm daraus vorzulesen. Er war mega aufdringlich. In der Nähe hatte es Jugendliche, die nur Witze machten und Fotos schossen, aber nicht eingriffen. Das war unangenehm, zumal der Mann die ganze Zeit noch Bier verschüttete.

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