Einigkeit von Toffen bis Lohnstorf

Gürbetal

Im Gürbetal entschieden sich fünf Gemeinden für eine Fusionsabklärung. In der grössten Gemeinde Toffen gibts kaum Widerstand.

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Johannes Reichen

Feiner Rauch steigt beim Schulhaus Hang in Toffen auf. Rund um einen Grill hat es sich auf dem Vorplatz eine Gruppe Personen gemütlich gemacht. Auch drinnen im Singsaal geht es am gestrigen Abend um die Wurst. Sie ist zwar nicht so knackig, aber sie schmeckt den Anwesenden doch: Die Stimmbürger sagen klar Ja zu Fusionsabklärungen mit vier weiteren Gemeinden im Gürbetal (siehe Kasten).

Chancen und Risiken

Für Gemeindepräsidentin Ruth Rohr (Freie Bürger Toffen) ist klar, dass seriöse Abklärungen nötig sind, um die Fusionsfrage zu beantworten. «Dann wissen wir, welche Chancen wir haben, welche Risiken bestehen», sagt sie. Auch die finanziellen Auswirkungen könnten so präzise dar­gelegt werden.

Diese Meinung wird geteilt. «Für die 37'000 Franken bekommen wir sehr viel», sagt ein Einwohner. Selbst wenn die Fusion am Ende nicht zustande komme, sei dieser Betrag gut investiertes Geld.

Ob denn überhaupt ein Leidensdruck bestehe, will ein Mann wissen. Auch in Toffen werde es immer schwieriger, genügend Behördenmitglieder zu finden, sagt Rohr. Und die Arbeit für die Verwaltung werde immer anspruchsvoller. Den ersten Schritt hätten aber die kleineren Gemeinden gemacht.

Zu reden gibt die Abwesenheit der Gemeinde Rümligen bei den Abklärungen. Weil Gelterfingen ebenfalls nicht mitmacht und mit Kirchdorf im Gespräch ist, bliebe eine Lücke (siehe Karte). «Ist das kein Problem, wenn die Gemeinde so zerrissen ist?», wird gefragt. Auch dies werde ein Teil der ­Abklärungen sein, erklärt Rohr. Rümligen sei zum einen Teil Richtung Riggisberg, zum anderen Teil Richtung Gürbetal orientiert, das sei die Schwierigkeit.

Warum nicht mit Belp?

Nun begibt sich Toffen also in Abklärungen mit Gemeinden, die talaufwärts liegen. Ob nicht auch ein Zusammenschluss in die andere Richtung möglich wäre, fragt ein Bürger. Dort liegt das grosse Belp.

Belp sei eine Kerngemeinde und werde dies bleiben, sagt Ruth Rohr. «Unter den jetzigen Voraussetzungen ist das für uns kein Thema.»

Berner Zeitung

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