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Einen besseren Platz für Fahrende als jenen bei Wileroltigen gibt es kaum

Stephan Künzi, Ressortleiter Region Bern, über das Versprechen des Kantons, bessere Stellplätze für Fahrende zu errichten.

Stephan Künzi

Wo, wenn nicht hier? Die Frage muss ernsthaft gestellt werden, auch wenn sie vor Ort kaum auf Verständnis stossen wird. Seit der Kanton offen über einen Transitplatz für ausländische Fahrende bei Wileroltigen nachdenkt, gehen die Wogen hoch in der 400-Seelen-Gemeinde an der Grenze zum Kanton Freiburg. Das zeigte allein der Aufmarsch zu einer ersten Protestversammlung Anfang Woche: Das halbe Dorf war auf den Beinen, um ein klares Signal in Richtung Bern zu senden: Nein, das wollen wir nicht.

Wenn der Kanton sein seit Jahren offenes Versprechen an die Adresse der Fahrenden wahr machen will, kommt er aber gar nicht darum herum, den Standort Wileroltigen vertieft unter die Lupe nehmen. Zu viel spricht für das zur Debatte stehende Stück Land. Es gehört erstens dem Bund, und dieser hat bereits signalisiert, dass er mit sich reden lässt. Zweitens liegt es weitab des Dorfes, ist dazu direkt von der Autobahn her über den vor drei Jahren erbauten Rastplatz erreichbar. Die störenden Einflüsse auf das Dorf werden sich damit von vornherein in engen Grenzen halten.

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