Eine neue Airline fliegt nach Bern

Die österreichische Fluglinie People’s betreibt ab Montag eine Skywork-Linie nach Griechenland. Ob weitere Linien übernommen werden, will Flughafendirektor Mathias Gantenbein nicht kommentieren.

Die Airline People's Viennaline fliegt neu nach Bern.

Die Airline People's Viennaline fliegt neu nach Bern.

(Bild: Keystone)

Stefan von Bergen@StefanvonBergen

Am Montag Morgen um 10.50 Uhr hebt erstmals ein Jet der österreichischen Airline People’s vom Flughafen Bern-Belpmoos ab in Richtung der griechischen Hafenstadt Preveza. Auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte der Berner Flughafendirektor Mathias Gantenbein gestern eine entsprechende Meldung von «20 Minuten». People’s werde bis Mitte Oktober die Linie der gegroundeten Fluggesellschaft Skywork wöchentlich bedienen.

Wiener Airline springt ein

Die People’s-Airline hat ihren Sitz in Wien-Schwechat und betreibt als ihre Basis den Flughafen Altenrhein im Kanton St. Gallen. Im Sommer hat sie dort mit Erfolg ihr Charterflug-Angebot ausgebaut. Mit 120 000 Passagieren im Jahr liegt der Flughafen am Bodensee nur knapp hinter dem Belpmoos.

Auch die Zürcher Helvetic Airways will laut «20 Minuten» prüfen, ob sie Teile von Skywork übernehmen will. Helvetic bot schon bisher – neben Skywork – Linienflüge zu Mittelmeerdestinationen ab Bern an. Mit Helvetic und People’s gibt es schon zwei Anbieter, die für die gescheiterte Skywork einspringen könnten. Übernimmt einer von ihnen schon bald den Berner Linienflugbetrieb? «Wir kommentieren keine Mutmassungen», beantwortet Mathias Gantenbein die Frage knapp.

Gescheiterter Skywork-Kauf

Gestern publizierte der «Blick» neue Hintergründe zum Skywork-Grounding. Gemäss der Zeitung verhandelte die deutsche Logistikgruppe Zeitfracht offenbar schon seit dem ersten kurzen Skywork-Grounding vom Oktober 2017 mit CEO Martin Inäbnit. Die Deutschen erwogen eine Übernahme der Berner Airline.

Gemäss dem deutschen Nachrichtenportal Airliners.de riss Zeitfracht Anfang letzter Woche der Geduldsfaden. Weil sich Skywork wenig kooperativ gezeigt habe, seien die Gespräche und die Prüfung der Bücher abgebrochen worden. Laut einem Insider, den der «Blick» zitiert, war CEO Inäbnit nicht bereit, Macht abzugeben und die Deutschen mitreden zu lassen.

Berner Zeitung

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