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Eine faustdicke Überraschung

Kulturredaktor Michael Feller zum fristlosen Rauswurf der Schauspielchefin beim Berner Stadttheater.

Michael Feller

Die Schauspielchefin wird fristlos freigestellt: eine faustdicke Überraschung. Dass ein Intendant eine Spartenleiterin mitten in der Saison absägt, kommt nicht jeden Tag vor. Auch nicht im Theater, wo auf der Bühne intrigiert und getratscht wird – und in dem auch hinter den Kulissen gerne die Fetzen fliegen. Auseinandersetzungen gehören zum Theaterbetrieb, sie sind auch ein Antrieb.

Besonders erstaunt es bei Stephanie Gräve. Obwohl nicht auf den Mund gefallen, hat sie in ihrem kurzen Gastspiel nicht den Eindruck einer Frau der unbedachten Worte hinterlassen. Schon gar nicht hat sie wie ein emotionaler Theatervulkan im Stile ihres Vorvorgängers Erich Sidler gewirkt, der den damaligen Intendanten Marc Adam in der Öffentlichkeit blossstellte.

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