Ein Weltcup für alle

Bern

Das 2. Radquerrennen in der Stadt Bern findet im Oktober als Weltcupanlass statt. SRF überträgt live. Sorgen bereitet noch die Finanzierung.

Knackige Steigung: Der Berner Lukas Flückiger kämpft sich den Hügel hoch, angefeuert vom zahlreich erschienenen Publikum im Jahr 2017. Im Hintergrund das Becken des «Weyerli». Bild: Manuel Zingg

Knackige Steigung: Der Berner Lukas Flückiger kämpft sich den Hügel hoch, angefeuert vom zahlreich erschienenen Publikum im Jahr 2017. Im Hintergrund das Becken des «Weyerli». Bild: Manuel Zingg

Peter Berger@PeterBerger67

Für Gemeinderat Reto Nause besteht kein Zweifel: «Die Hauptprobe war grandios. Jetzt sind unsere Hoffnungen wahr geworden, Bern als Velohauptstadt hat einen Weltcupevent.»

Fast 3000 Personen waren im letzten Oktober ins Freibad Weyermannshaus ans erste Radquerrennen in der Stadt Bern gekommen. Die Organisatoren um Präsident Christian Rocha verfolgten schon damals die Idee, aus dem nationalen EKZ-Cross-Event ein Weltcuprennen zu machen. «Wir haben die Zusage für 2018 erhalten. ­Somit findet am 21. Oktober in Bern eines der neun wichtigsten Radquerrennen statt», sagt Rocha.

15 Bewerber hatten beim Weltverband UCI um die neun Weltcuprennen gebuhlt. Bern möchte den neuen Status auch in Zukunft wahren. Die Organisa­toren wollen keinen reinen ­Spitzensportevent. «Deshalb ­haben wir auf zwei Tage aufgestockt», sagt Rocha.

Am Samstag stehen Nachwuchsrennen und der Kids-Cross an. Neu wird ein Gravel-Ride über 20 Kilometer oder ein Gravel-Race über 50 Kilometer auf Kiesstrassen angeboten. Gleich bleiben das Street-Food-Angebot und die Velo-Expo.

Budget nicht gedeckt

Höhepunkte bilden aber am Sonntag die Weltcuprennen der Frauen und Männer. Das belgische Telekommunikationsunternehmen Telenet produziert die Profirennen. SRF überträgt live. «Insgesamt kann der Anlass in 50 Ländern gesehen werden», weiss Rocha. Das freut Nause: «Neben der internationalen Ausstrahlung generiert der Weltcup auch Logiernächte und so eine Wertschöpfung für Bern.» Die Stadt befreit die Organisatoren von ­diversen Gebühren wie Absperrungen und Reinigungen im Wert von 30'000 bis 40'000 Franken. ­Zudem sind 20'000 Franken für eine allfällige Rasensanierung bewilligt. «Eine Schlammschlacht wäre zwar fürs Publikum attraktiv, für die Liegewiese jedoch nicht gut», hält Nause fest.

Vier Monate vor dem Start sind erst rund zwei Drittel des Budgets von 350'000 Franken gedeckt. Rocha bleibt zuversichtlich: «Sollte das Loch kurz vor dem Event noch gross sein, ­werden wir uns überlegen, vom ­Gratiseintritt abzusehen und 10 Franken zu verlangen.» Der Veranstalter hofft auf 5000 Zuschauer an den Profirennen. Als Lokalmatador wird auch Mountainbiker Lukas Flückiger wieder starten.

Berner Zeitung

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