Ein Verwaltungszentrum mit dem Charakter einer kleinen Stadt

Bern

Beim Guisanplatz in Berns Norden entsteht in den nächsten Jahren ein riesiges Verwaltungszentrum des Bundes mit 3300 Arbeitsplätzen. Das Aussenareal mit Plätzen und Bänken soll auch Anwohnern zur Verfügung stehen.

Die geplanten Neubauten mit Freiflächen für die Bevölkerung auf dem früheren eidgenössischen Zeughausareal.

Die geplanten Neubauten mit Freiflächen für die Bevölkerung auf dem früheren eidgenössischen Zeughausareal.

(Bild: zvg)

Wolf Röcken

Es wird ein riesiges Verwaltungsquartier: Auf dem früheren eidgenössischen Zeughausareal zwischen Stade de Suisse und Guisanplatz sollen in einigen Jahren 3300 Bundesangestellte arbeiten. Diverse Sparten des Bundes werden hierherziehen: Einheiten des eidgenössischen Polizeidepartements, des VBS und der Bundesanwaltschaft.

Für die neuen Büros des Bundes werden mehrere ältere Gebäude abgerissen. Liegenschaften, die denkmalgeschützt sind, wie das erste Zeughausgebäude gegenüber der Militärbibliothek, bleiben hingegen erhalten. Das Verwaltungszentrum hat riesige Dimensionen und wird deshalb in zwei Etappen gebaut. Der Baustart des ersten Abschnitts ist laut Jonas Spirig, Sprecher des Bundesamts für Bauten und Logistik (BBL), für Sommer 2013 geplant.

Der Bund rechnet für die erste Etappe mit Kosten von 250 bis 300 Millionen Franken. 2017 sollen 1900 Bundesangestellte hier auf einer Fläche von 60'000 Quadratmetern ihre neuen Büros beziehen.

Offen für die Bevölkerung

Vor zwei Jahren setzten sich die Berner Aebi&Vincent im Architekturwettbewerb mit ihrem Projekt durch. Der Baustil gleicht jenem des Feusi-Neubaus an der S-Bahn-Station Wankdorf.

Seit gestern steht nun fest, wie die Umgebung aussehen soll. Es entsteht eine parkartige Anlage, die für die Bevölkerung geöffnet wird. Die Zäune entlang der Strasse verschwinden, es entstehen Wege für Fussgänger und Velos, die mitten durch das Verwaltungsgebiet führen. Die Bundesbauten sollen direkt ans bestehende Quartier anschliessen und die Freiflächen sowohl Bundesangestellten als auch Anwohnern zur Verfügung stehen. Auf den Flächen vor den Gebäuden sind kleine Plätze, Bäume, Bänke und ein Brunnen geplant.

Wie «ein Stück Stadt»

Das Siegerprojekt von Andreas Geser Landschaftsarchitekten AG Zürich nennt sich «dr Eskimo». Ausschlaggebend sei gewesen, dass nicht einfach ein Areal gebaut werde, sondern ein Stück Stadt, erläutert das BBL in einer Mitteilung den Entscheid der Jury. Die Quartierkommission «Dialog Nordquartier» war in die Planung einbezogen worden. Alle Bauten müssen den Standard Minergie-P-Eco erfüllen.

In 10 bis 15 Jahren Weiterbau

Seine ganze Grösse wird das Verwaltungszentrum Bern-Wankdorf erst in 10 bis 15 Jahren haben. Bis dann sollen in einer zweiten Etappe noch einmal zusätzliche 40'000 Quadratmeter Bürofläche entstehen. Letztlich möchte der Bund auf dem ehemaligen eidgenössischen Zeughausareal 3300 Bundesangestellte platzieren.

Berner Zeitung

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