Ein neuer Anlauf für Häuser auf der Halde

Biglen

Die Überbauung der Halde beschäftigt die Gemeinde seit über 20 Jahren. Nun entscheidet die Gemeindeversammlung über eine Zonenplanänderung.

Die Visualisierung der geplanten Seniorenresidenz ist seit Jahren die gleiche.

Die Visualisierung der geplanten Seniorenresidenz ist seit Jahren die gleiche.

(Bild: zvg)

Stephanie Jungo

Er sei im Archiv gewesen, erzählt Ferdinand Zürcher von der Gemeindeverwaltung Biglen. Denn die Vorgeschichte zur Überbauung der Halde zwischen Biglebach und Kirche reiche schon ­etwas länger zurück. An der Gemeindeversammlung folgt nun die nächste Episode: Die Stimmbürger entscheiden über eine Änderung von Zonenplan und Baureglement. Sie soll es der Bären AG ermöglichen, die Wiese zu überbauen. Geplant sind über 30 Alterswohnungen in vier Gebäuden. Vorgesehen ist auch Platz für Dienstleister wie beispielsweise ein Restaurant, eine Physiotherapiepraxis oder einen Coiffeur.

1996 erliess die Gemeinde eine erste Überbauungsordnung. Ein Architekt stand damals hinter dem Projekt, sagt Zürcher. Geplant waren Einfamilien- und Doppeleinfamilienhäuser. «Aus Kostengründen wurde nichts daraus», sagt Zürcher. Zwar seien damals noch die Vorschriften angepasst worden, trotzdem habe die Überbauung nicht realisiert werden können.

Geschütztes Ortsbild

2004 war ein ähnliches Projekt mit Einfamilienhäusern geplant. Doch auch dieses wurde sistiert und schliesslich aufgegeben.

Zürcher erklärt sich das mit der Lage der Halde. Die sei anspruchsvoll. Denn sie liege im Perimeter des geschützten Ortsbildes, was Auflagen vom Denkmalschutz mit sich bringe. Das Gelände sei auch ziemlich steil. «Das Bauen im Hang ist entsprechend teuer.» Zudem müssten der Biglebach sowie der bestehende Wald berücksichtigt werden.

Schliesslich entschied sich die Bären AG dazu, Alterswohnungen zu bauen. Nachdem 2013 der Sieger eines Projektwettbewerbs auserkoren war, wollte man eigentlich vorwärtsmachen. Doch dann kam die Raumplanungsrevision. Und neue Regelungen für die Begriffe und Messweisen im Bauwesen. Anpassungen wurden gemacht. Als das Dossier eingereicht wurde, stoppte der Kanton die Prüfung, weil der Richtplan geändert wurde. Es folgten Entscheide zur Mehrwertabschöpfung, die für weitere Verzögerungen sorgten.

Baustart 2019 möglich

Nun sind die Änderungen in Zonenplan und Baureglement reif für die Gemeindeversammlung. Falls die Stimmbürger Ja ­sagen, wagt Zürcher eine vorsich­tige Prognose, könnten die Bauarbeiten im Herbst 2019 beginnen. Es gebe jedoch noch Unsicherheitsfaktoren. So sei noch eine Einsprache hängig. Wird diese weitergezogen, wird es wohl wieder etwas länger dauern, bis die Halde überbaut ist.

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