Ein Neubau für die Senioren

62 Pflegeplätze und 35 Alterswohnungen. Das ist das Programm für den Neubau neben dem bestehenden Altersheim Weiermatt in Münchenbuchsee.

Beim Altersheim Weiermatt? stehen die Profile für einen Neubau für 62 Pflegeplätze.

Beim Altersheim Weiermatt? stehen die Profile für einen Neubau für 62 Pflegeplätze.

(Bild: Beat Mathys)

Im Altersheim Weiermatt entsprechen die Zimmer nicht mehr den heutigen Anforderungen. Darum soll gleich neben dem bestehenden Haus ein Neubau entstehen. Dort werden zum einen 62 Pflegebetten, natürlich in Einzelzimmern, angeboten. Dazu sind 35 Wohnungen geplant. «Wir haben die Baueingabe gemacht, und das Baubewilligungsverfahren läuft», sagt Daniel Peter, der in der Domicil Bern AG verantwortlich ist für das Bauwesen. Allerdings ist das Baugesuch noch nicht öffentlich publiziert, weil die Gemeinde Münchenbuchsee als Bewilligungsbehörde vorerst noch verschiedene Fachberichte einholen will. Das Projekt sei aus einem Workshop­verfahren hervorgegangen. Die Grundstückgrenzen geben die Form des Neubaus vor. In einem Fünfeck wird das neue Haus um einen Innenhof herumgebaut. Dort und im schon bestehenden Park können sich in Zukunft die Bewohner und Bewohnerinnen im Freien aufhalten. Bauherr ist der Verein Domicil, der für die Planung und die Erstellung von Gebäuden zuständig ist, die er an die Domicil Bern AG für den Betrieb vermietet. Im Herbst soll der Spatenstich er­folgen.

Partner beim ganzen Unternehmen sind neben dem Verein als Bauherr und der Betreiberin Domicil Bern AG auch der Verband regionaler Sozialdienst Münchenbuchsee, dem auch die Gemeinden Moosseedorf, Diemerswil, Deisswil und Wiggiswil angehören. Zudem war die Gemeinde Münchenbuchsee in die Planung involviert. Der Verband ist zudem der Landbesitzer. «Das kommt daher, dass das bestehende Altersheim ja im Besitz des Verbandes war», sagt Verbandspräsident Hans Gamper. Später habe die Domicil Bern AG den Betrieb übernommen. Ihr sei das Altersheim zur Nutzung verkauft worden, der Boden wurde im Baurecht abgegeben. «Auch das neue Haus wird auf unserem Land und im Baurecht entstehen, so konnten wir auch gewisse Bedingungen stellen.» Laut Hans Gamper habe der Verband die vom Kanton für das Verbands­gebiet bewilligten 93 Pflegebetten verlangt. «Wir sind zufrieden mit der Planung und mit der Zusammenarbeit», sagt Verbandspräsident Gamper.

Später ein Demenzzentrum

Im jetzt geplanten Neubau werden 62 Pflegeplätze entstehen. Dieser Bau wird Anfang 2019 bezugsbereit sein, so das Ziel. Genau zu dieser Zeit wird der heutige Altbau abgerissen werden. Auf dem so frei werdenden Landstück will die Domicil Bern AG für rund 21 Millionen Franken ein Kompetenzzentrum Demenz bauen. 70 Pflegeplätze sind dort geplant. Diese hohe Anzahl Pflegeplätze wird durch eine Zusammenarbeit mit der Stiftung Haus Serena in Schönbühl möglich. Weil auch in diesem Heim die Anforderungen im Bereich Ausstattung und Grösse der Zimmer nicht mehr erfüllt werden können, werden von dort 39 Plätze ins geplante Demenzzentrum nach Münchenbuchsee verlegt. So wird die Forderung des Verbandes und Landbesitzers erfüllt.

Gemeinde will Wohnungen

Auch die Gemeinde Münchenbuchsee brachte in der Planungszeit ihre Wünsche an. Schon vor ein paar Jahren sah nämlich der Gemeinderat, dass Alterswohnungen nötig sind. Er übertrug diesen Auftrag dem Verband regionaler Sozialdienst. Doch so recht kam das Projekt nicht vom Fleck. Man prüfte unter anderem eine Variante mit der Gründung einer Wohnbaugenossenschaft, wie dies in Moosseedorf der Fall war. «Jetzt sind wir sehr zufrieden damit, dass die Wohnungen im Domicil-Neubau möglich werden», sagt Gemeindepräsidentin Elsbeth Maring-Walther. So sind denn jetzt 35 Wohnungen mit 11/2- bis 31/2-Zimmern geplant. «Das sind sogar ein paar mehr, als wir uns vorgestellt hatten», sagt die Gemeindepräsidentin.

Wohnen mit Dienstleistungen, so heisst das Angebot, welches die Domicil Bern AG anbietet. Es ist möglich, einfach eine Wohnung zu mieten. Es können aber auch Essenspakete gebucht werden oder das Putzen der Wohnung. Im Bedarfsfall sind Spitex-Leistungen aus der Pflegeabteilung im gleichen Haus möglich.

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