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Ein Museum in der Ethikfalle

Aufregung um die Ausstellung «Industrious». Der Grund: die Beteiligung des Baustoffkonzerns Holcim. Wie kommt es, dass ein wirtschaftliches Auftragsprojekt Einlass ins Kunstmuseum Bern findet?

Der Fotograf Marco Grob hat Holcim-Mitarbeiter in 35 Ländern porträtiert.
Der Fotograf Marco Grob hat Holcim-Mitarbeiter in 35 Ländern porträtiert.
Beat Mathys

Der Schweizer Baustoffkonzern Holcim feiert sein 100-jähriges Bestehen mit einer Ausstellung im Kunstmuseum Bern: «Industrious» zeigt Porträts von Mitarbeitern sowie Architekturfotografien von 35 Werken von allen Kontinenten. Ein Aktivist demonstrierte während der Vernissage am Donnerstag seinen Unmut über diese Zusammenarbeit und sorgte für einen Tumult. Schon während der Pressekonferenz mussten sich die Museumsleitung und der Holcim-Verwaltungsratspräsident Rolf Soiron kritischen Fragen stellen. Wie kommt es, dass ein solches Auftragsprojekt Einlass ins Museum findet? Die Antwort folgt unisono: Bei «Industrious» handle es sich um ein freies Kunstprojekt, die Fotografen hätten keine Einschränkungen erfahren.

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