Ein legitimer Wahlkampf innerhalb des Wahlkampfs

Mirjam Messerli, Ressortleiterin Stadt Bern, zur gemeinsamen Kampagne der Stapi-Kandidatinnen.

Ursula Wyss (SP) und Franziska Teuscher (GB) sind Konkurrentinnen um das Amt der Berner Stadtpräsidentin ­– dennoch lancieren die beiden Frauen eine gemeinsame Kampagne. Sie finden: Es ist Zeit für eine Frau an der ­Spitze. Für eine linke oder eine grüne. Es ist vollkommen berechtigt, dieses Anliegen in den Wahlkampf einzubringen.

Zwei bisherige Gemeinderätinnen wollen Stadtpräsidentin werden. Beide politisieren links-grün und haben in dieser Legislatur zusammengearbeitet. Es ist logisch und legitim, dass Wyss und Teuscher diesen gemeinsamen Wahlkampf innerhalb des RGM-Wahlkampfs ­führen.

Die Frauenkampagne nur als Angriff auf GFL-Bündnispartner und Stapi-Kandidat Alec von Graffenried zu sehen, greift zu kurz. Sie zeigt höchstens das Dilemma auf, in das sich die beiden grünen Parteien gebracht haben: Weil sich GB und GFL nicht auf eine Kandidatur einigen konnten, sind sie nun auf der gleichen Liste Konkurrenten. Konkurrentinnen sind am Schluss auch Wyss und Teuscher. In Bern wird diesen Herbst auf verschiedenen Ebenen um die politische Macht gekämpft.

mirjam.messerli@bernerzeitung.ch

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