Ein Hauch von Brooklyn in der Liebefelder Brocki

Köniz

Zum vierten Mal findet an diesem Samstag das Festival Brooklyn statt. In der Brocki im Liebefeld soll neben der Musik die Kunst im Vordergrund stehen.

Bereit für Brooklyn Nummer 4: Eliane Häfliger und Tobias Blatter.<p class='credit'>(Bild: Beat Mathys)</p>

Bereit für Brooklyn Nummer 4: Eliane Häfliger und Tobias Blatter.

(Bild: Beat Mathys)

Wer eine Brockenstube besucht, stöbert gern nach kleinen oder grossen Schätzen und Trouvaillen. Das soll auch heute im Liebefeld möglich sein.

In der Brocki Brock & Art werden für einmal aber nicht antike Möbel oder ­besonderes Besteck im Fokus ­stehen, sondern verschiedene Künstler und Musiker. Bei der vierten Austragung des Brooklyn-Festivals sollen die Besucherinnen und Besucher am gleichen Ort in den Genuss von Kunst und Musik kommen.

Das eintägige Festival ins Leben gerufen haben Tobias Blatter, Eliane Häfliger und Simon Schär. «Als ich von Olten nach Bern gezogen bin, habe ich bald einmal gemerkt, dass die Kunst- und Musikszene hier empfänglich ist und dass viele Leute einen solchen Anlass gut finden würden», sagt der 25-Jährige Blatter.

Es liege aber immer noch mehr drin, ist er überzeugt. «Die Idee ist, nicht nur die Stadt, sondern auch die Agglo zu beleben.» Gemeinsam unter Freunden entstand die konkrete Vorstellung eines Fes­tivals, die Umsetzung folgte ein Jahr später, 2015.

Auch wenn der Anlass nur einen Tag dauert und von der kleineren Sorte ist, arbeitet das fünfköpfige OK das ganze Jahr hindurch immer wieder dafür. Musiker und Künstler suchen, das Rahmenprogramm organisieren, Bewilligungen einholen. «Da kommen einige Stunden zusammen», sagen Tobias Blatter und Eliane Häfliger.

Geld ist Thema

Es sei sowieso nicht ganz einfach, so etwas auf die Beine zu stellen. «Man braucht ein gutes Netzwerk an Kunst- und Musik­schaffenden, die sich vorstellen können, bei uns auszustellen oder aufzutreten.»

Ausserdem seien die Finanzen bei so kleinen Anlässen immer ein Thema. «Wir wollen eine Experimentierplattform bleiben, die für unbekanntere Künstler offen ist», so Blatter. Man suche aber auch nach etablierteren Musikern, die bereit seien, für eine kleine Gage zu spielen.

Um den Anlass auch finanziell zu stemmen, gilt es für die Organisatoren jeweils, früh genug Stellen an­zuschreiben, die Kulturbeiträge vergeben. «Auch dank ihnen können wir in diesem Jahr bereits das vierte Festival durchführen.»

Das primäre Ziel sei denn auch nicht, Gewinn zu erzielen, sondern jeweils ein kleines Polster zu erwirtschaften, damit die nächste Austragung in Angriff genommen werden könne.

Und wie kamen die Verantwortlichen darauf, bei ihrem Festival neben Musik auch noch Kunst zu bieten? «Die beiden Bereiche ergänzen sich ideal», erklärt Eliane Häfliger. «Die Leute kommen, um Musik zu hören, und bringen genügend Zeit mit, um sich auch den Ausstellungen zu widmen.»

Kultur ist Trumpf

Es finde quasi alles unter einem Dach statt, genau wie im New Yorker Stadtteil Brooklyn, dem das Festival auch seinen Namen zu verdanken hat. «Es ist ein multikulturelles Quartier, das aber zu einer eigenen kleinen Ge­meinschaft zusammengewachsen ist», sagt Tobias Blatter.

«Brooklyn, Liebefeld» in der Brockenstube Brock & Art, Stationsstrasse 11, 3097 Liebefeld. Samstag, 25. August, von 14 bis 22 Uhr. Infos unter www.brooklynliebefeld.ch.

Berner Zeitung

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