Bern

Ein Date ohne langes Vorgeplänkel

BernAm Freitag startete die neue Social Dating App «Meet.», hinter der drei Berner stecken. Sie wollen Singles helfen, sich zu finden, ohne vorher zu chatten.

Diese drei Berner haben eine Social Dating App entwickelt: Tom Jonasse,  Dominik Simecek und Marcos Lopez.

Diese drei Berner haben eine Social Dating App entwickelt: Tom Jonasse, Dominik Simecek und Marcos Lopez. Bild: Claudia Salzmann

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Ein Dating-App ohne Chatfunktion, kann das funktionieren? Die Berner Tom Jonasse, Dominik Simecek und Marcos Lopez sind überzeugt von der Idee. Inspiriert wurden die Macher von einer Kollegin, die erzählte, dass sie einen Mann auf Tinder kennengelernt habe. Nach zwei Wochen chatten und telefonieren sei sie hin und weg gewesen. «Ich weiss noch, wie sie von ihm schwärmte. Und ich sagte ihr, triff ihn doch jetzt mal», erinnert sich Dominik Simecek (38).

Nach dem Treffen war sie enttäuscht, da der Mann sich eben doch nicht als Traumprinz entpuppte. «Genau hier wollen wir mit unserer App ansetzen. Wir sind überzeugt, dass ein Treffen ohne lange zu chatten mehr bringt», sagt der 41-jährige Tom Jonasse.

«Wer wirklich jemanden sucht, der will keine Zeit verschwenden und sich möglichst schnell treffen», sagt Marcos Lopez (40). Ihre App «Meet.» soll Menschen schnell zusammenbringen, und nicht User ihren Marktwert abchecken lassen. Das könne frustrierend sein, wenn man zu jenen gehört, die eigentlich jemanden treffen wollen», sind sie sich sicher.

Dating-App als Zeitvertrieb?

Und wie funktioniert die chatlose App? Nach dem Runterladen muss man ein Profil erstellen, in das man bis zu fünf Fotos reinladen kann. Wer jemanden ansprechend findet, lädt die Person ein. Wird die Einladung akzeptiert, schlägt einer der beiden dem anderen drei Daten mit Uhrzeit vor, sowie einen Treffpunkt. Der andere wählt das passende Datum aus und kann, wenn gewünscht, den Treffpunkt ändern. Sind beide einverstanden, steht das Date.

Die App macht auch Vorschläge, in welchen Lokalen man sich treffen kann. «Damit haben wir auch die sicherste Datingapp. Man trifft sich nicht bei jemandem daheim, sondern in einem Lokal, wo auch andere Leute sind», sagt Simecek. Dies ist eine weitergehende Geschäftsmöglichkeit, nämlich indem sie die Lokale mit ins Boot holen. Derzeit seien dies die Washbar, Baccanale und das Flow in der Welle 7.

Und was passiert, wenn man das Date nicht wahrnehmen kann? Ohne Chatfunktion kann man ja nicht absagen. Auch dafür haben sie eine Lösung: Mit vordefinierten Nachrichten kann man Verspätungen und Absagen mitteilen. Wer dies öfter tut, wird bestraft: Wiederholungstäter werden von der App gelöscht. Die Macher raten: «Wer Dating-Apps lediglich als Zeitvertrieb ansieht, bleibt besser bei Tinder».

Ab sofort ist Meet im Google Play oder App-Store erhältlich.

Apple: https://itunes.apple.com

Android: https://play.google.com (Berner Zeitung)

Erstellt: 24.09.2017, 15:51 Uhr

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