Zum Hauptinhalt springen

Ein Daheim für 150 Studenten

Das Areal gleich hinter dem Bahnhof soll künftig den Studenten gehören: Bis in zwei Jahren entsteht hier ein neues Wohnheim – sofern alles rund läuft.

Eingeklemmt zwischen Gleis und Abhang, im Hintergrund der Bahnhof: Die Profile zeigen den Standort des geplanten Studentenheims.
Eingeklemmt zwischen Gleis und Abhang, im Hintergrund der Bahnhof: Die Profile zeigen den Standort des geplanten Studentenheims.
Urs Baumann

580 Studenten kommen heute in den Zimmern des Vereins Berner Studentenlogierhaus unter, vor allem in den zwei grossen Heimen Fellergut und Tscharnergut mit je 200 Wohnungen im Westen der Stadt Bern. Trotzdem ist das Angebot klein und die Warteliste entsprechend lang – deshalb soll nun in Bolligen ein weiteres Heim mit nochmals gut 150 Zimmern entstehen. Gleich hinter dem Bahnhof, nur gerade 12 Minuten Zugfahrt vom Berner Stadtzentrum weg.

Verwalterin Verena Nievergelt bestätigt entsprechende Recherchen der BZ. Und erklärt, wieso die günstigen Studentenzimmer auch heute noch gefragt sind, wo doch Wohngemeinschaften eine valable Alternative in einem eher lockereren Umfeld bieten: Viele Mieter, so Nievergelt, kämen nur für ein oder zwei Semester nach Bern. Oft kämen sie aus dem Ausland, kennten die Stadt kaum und seien deshalb froh über das Angebot im Heim. Die Zahl dieser Austauschstudenten sei in den letzten Jahren gestiegen. In diesem Ausmass habe auch die Nachfrage angezogen

Noch ist offen, wer das neue Gebäude in Bolligen bauen wird. Der Verein Studentenlogierhaus wird es jedenfalls nicht sein, «wir werden die Liegenschaft mieten und die Zimmer weitervermieten», hält Verena Nievergelt fest. Derweil Architekt Robert Sandrowski als Vertreter der Generalplanerin Emch+Berger AG offen zu Protokoll gibt: «Wir suchen noch einen Investor.»

Er nennt schon einen Bezugstermin, obwohl das Vorhaben auch noch ein paar baurechtliche Hürden zu nehmen hat: «Wenn alles gut läuft, ist das Studentenheim Ende 2014 fertig, in zwei Jahren also.» Laut Robert Sandrowski wird auf dem Areal beim Bahnhof Bolligen schon länger geplant. Mal waren Wohnungen im Gespräch und mal Büros, doch beide Ansätze verliefen im Sand. Während sich für die Büros schlicht kein Interessent fand, drohten die Wohnungen zu teuer zu werden. Zu teuer jedenfalls für den Standort, der – eingeklemmt zwischen Geleise und Abhang – zwar gut mit dem Zug erreichbar ist, für zahlungskräftige Mieter aber zu wenig Ambiente bietet.

Für ein Studentenheim sei die Ausgangslage ganz anders, fährt der Architekt fort. «Mit den vielen Zimmern erreichen wir eine sehr dichte Nutzung. Das erlaubt einen attraktiven Ausbau bei einem günstigen Preis.»

Der RBS profitiert

Zu stehen kommt der Neubau auf Boden, der heute dem Regionalverkehr Bern-Solothurn und der benachbarten Erbengemeinschaft Bienz gehört. Die Bahn ist seit allem Anfang mit von der Partie: Sie kann für das Studentenheim Land verkaufen, das sie heute schlecht oder gar nicht mehr nutzt.Stephan Künzi>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch