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Ein Betondenkmal staut die Aare

Das Wasserkraftwerk Mühleberg – ein über 90-jähriges Bauwerk aus Stahlbeton – würde einem schweren Erdbeben standhalten. Dies erklärten die BKW-Vertreter beim Besuch am Europäischen Denkmaltag.

Thomas Uhland

Hier also wird Strom produziert. In der kreisrunden Kammer im Innern des Wasserkraftwerks Mühleberg wirbelt die Luft Jacken und Haare durcheinander. Unten dreht sich eine der sechs 90 Jahre alten Francis-Turbinen des Wasserkraftwerks Mühleberg. Im Zentrum des Raumes mit etwa 5 Metern Durchmesser steigt eine rotierende Achse empor zum Generator über den Köpfen der Besuchenden. 6000 Kilowattstunden Strom entstehen hier pro Tag – zusammen mit den fünf anderen Maschinen genug, um 30'000 Haushalte mit Energie zu versorgen.

Mehrere Stockwerke tiefer, am tiefsten Punkt des Maschinenhauses und am Grund der Staumauer, wachsen Stalaktiten von der Gewölbedecke, und unter einem Steg liegt still das Grundwasser. Hier lässt sich ablesen, wie einst gebaut wurde: keine Bogenmauer wie bei den meisten grossen Mauern in den Alpen, sondern: «Es wurde eine solche Masse von Beton verbaut, dass das Wasser die Mauer nicht wegputzen kann», sagt der Architekturhistoriker Dieter Schnell.

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