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Duo fordert den Präsidenten heraus

Der Kirchlindacher Gemeindepräsident Werner Walther wird gleich doppelt herausgefordert. Von seinem Vize Christoph Grosjean und von seiner Vorgängerin Magdalena Meyer.

Schöne Aussichten für die Stimmberechtigten von Kirchlindach: Sie haben am 25. November eine grosse Auswahl fürs Gemeindepräsidium und den Gemeinderat.
Schöne Aussichten für die Stimmberechtigten von Kirchlindach: Sie haben am 25. November eine grosse Auswahl fürs Gemeindepräsidium und den Gemeinderat.
Stefan Anderegg
Magdalena Meyer: «Ich möchte  den Faden  meiner ­früheren Arbeit wieder ­aufnehmen.»
Magdalena Meyer: «Ich möchte den Faden meiner ­früheren Arbeit wieder ­aufnehmen.»
PD
Werner Walther: «Das Amt des ­Präsidenten scheint ein gefragter Job zu sein.»
Werner Walther: «Das Amt des ­Präsidenten scheint ein gefragter Job zu sein.»
PD
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Die Gemeindewahlen in Kirchlindach von Ende November bergen Zündstoff. Zum einen schielt die SP nach ihrem Erdrutschsieg vor vier Jahren auch aufs Gemein­depräsidium. Mit Vizepräsident Christoph Grosjean (SP) fordert sie den amtierenden Präsidenten Werner Walther (SVP, parteilos) heraus. Dazu kommt das Comeback von Magdalena Meyer (GLP). Sie war Walthers Vorgängerin und war im August 2012 wegen der schweren Erkrankung ihres Mannes zurückgetreten.

Eine «spezielle Situation»

Werner Walther betrachtet die Gegenkandidierenden nicht als Misstrauensvotum gegen seine Person: «Das Amt scheint ein gefragter Job zu sein.» Aber die Ausgangslage sei schon speziell mit dem Vizepräsidenten auf der einen Seite und seiner Vorgängerin auf der anderen Seite. Aber er nehme die Herausforderung an.

Zudem hätten die Stimmberechtigten eine echte Wahl. Er wolle wichtige Projekte beenden, wie etwa den Schulhausneubau Herrenschwanden und die Nachfolgenutzung am alten Standort. Zudem müsse an der Oberstufenschule Uettligen die Form der Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wohlen überprüft werden.

«Den Faden meiner Arbeit wieder aufnehmen» möchte Mag­dalena Meyer. Wichtig sei ihr, die Bevölkerung wieder mehr einzubeziehen. Bei bedeutenden Projekten dürfe diese nicht erst informiert werden, wenn die Lösung bereits feststehe. Das sei ihre Art, eine Gemeinde zu führen. Seit ihrem Rücktritt als Gemeindepräsidentin hat Magdalena Meyer von der FDP zu den Grünliberalen gewechselt. Diese Partei habe es bei ihrem Amtsantritt gar noch nicht gegeben, sie widerspiegele ihre Anliegen am besten – liberal, grün und sozial.

Regionale Zusammenarbeit

Der Dritte im Bunde ist Christoph Grosjean. Der SP-Gemeinderat betont, dass Walther ein guter Präsident sei und der Rat gut harmoniere. Er selbst habe ein anderes Profil, andere Stärken. Er setze auf eine gute Kommunikation und suche den Dialog mit der Bevölkerung. Er möchte sich aktiv in den regionalen Gremien einbringen, denn: «Als kleine Gemeinde können wir nicht alles selber lösen.» Kirchlindach befinde sich im Umbruch und dürfe die Entwicklung nicht nur auf die Bautätigkeit reduzieren. «Das ist eine gefährliche Tendenz.»

Neben der Ausmarchung ums Präsidium verspricht auch die Gemeinderatswahl Spannung. 18 Kandidierende bewerben sich für die 5 Sitze. Mit den Grünliberalen tritt zudem eine neue Partei erstmals an. Vor vier Jahren landete die SP einen grossen Erfolg. Sie steigerte den Wähleranteil von 8,5 auf 27,2 Prozent und holte gleich 2 Sitze. Den zweiten allerdings nur mit einer Stimme Vorsprung auf ihren Bündnispartner Freie Lindacher (FL). Diese Listenverbindung gibt es erneut. Die FL hoffen, ihren 2014 verlorenen Sitz zurückzuholen.

Die bürgerlichen Parteien BDP, FDP und SVP wollen die Schlappe vor vier Jahren wettmachen, als ihr Wähleranteil um zusammen gut 22 Prozentpunkte ­gesunken ist. Sie gehen dazu eine Listenverbindung ein. Auf Anhieb einen Sitz gewinnen möchten die Grünliberalen.

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