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Druck im Asylwesen ist weg

Dem Kanton Bern werden derzeit deutlich weniger Flüchtlinge zuge­wiesen als in der jüngeren Vergangenheit. Obwohl dies zu einem geringeren Platzbedarf führt, werden wie ursprünglich geplant zusätzliche ­Asylunterkünfte evaluiert.

Der Kanton Bern soll wird in Zukunft besser auf eine Zunahme der Flüchtlingsströme vorbereitet sein.
Der Kanton Bern soll wird in Zukunft besser auf eine Zunahme der Flüchtlingsströme vorbereitet sein.
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Noch nicht lange ist es her, dass die Behörden auf nationaler Ebene und in den Kantonen fast nicht wussten, wo sie die unzähligen Flüchtlinge unterbringen sollen. Nun hat sich die Lage jedoch entspannt, der Druck ist – zumindest für den Moment – weg: Dem Kanton Bern werden aktuell pro Woche noch rund 30 Flüchtlinge zugewiesen, was einem deutlichen Rückgang entspricht.

Was bedeutet diese Entwicklung für die Suche nach 3300 zusätzlichen Asylplätzen, die der Kanton letzten Sommer mitten in der Flüchtlingskrise gestartet hat? Das Projekt werde plangemäss vorangetrieben, sagt Markus Aeschlimann, Geschäftsführer des Amtes für Migration und Personenstand des Kantons Bern (MIP). Wie viele Plätze nach den Eingaben aus den Gemeinden neu geschaffen werden könnten, lasse sich noch nicht abschätzen. Das MIP sei dabei, die Objekte auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen.

«Der Kanton wird auf eine erneute starke Zunahme der Flüchtlingsströme deutlich besser vorbereitet sein.»

Christian RubinStatthalter Frutigen

Christian Rubin, Statthalter von Frutigen-Niedersimmental, ist vonseiten der Regierungsstatthalter am intensivsten mit dem Dossier betraut. Er schätzt, dass die Summe der Vorschläge aus den Kommunen zumindest auf dem Papier ziemlich genau den 3300 geforderten zusätzlichen Asylplätzen entsprechen könnte. Zusammen mit den bereits bestehenden Betten wären im Kanton neu also rund 7000 Plätze für Asylbewerber vorhanden.

Rubin begrüsst, dass der Kanton die Überprüfung und Bereitstellung von neuen Unterkünften trotz Entspannung vorantreibt. «Dadurch werden wir auf eine allfällige erneute starke Zunahme der Flüchtlingsströme deutlich besser vorbereitet sein als in der Vergangenheit.»

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