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Drei Objekte und ein Buch

Ein Jahr nach der Eröffnung sind die vier geplanten Kunstobjekte im Hochschulzentrum Von Roll vorhanden. Keine Kunst, aber ziemlich speziell sind auch der Campus-eingang an der Fabrikstrasse und die riesige Veloeinstellhalle.

Kunst am Institutsgebäude: Rote Metallskulpturen an der Ost- und der Westseite des Instituts.
Kunst am Institutsgebäude: Rote Metallskulpturen an der Ost- und der Westseite des Instituts.
Stefan Anderegg

Am auffälligsten sind die beiden roten Metallskulpturen, die an der Ost- und der Westseite des Institutsgebäudes emporragen. Sie sind beide je imposante 8 Meter hoch und 14 Meter lang, und sie scheinen so etwas wie die Skizze einer Hausfassade zu sein. Eindrücklich ist, wenn man genau daneben steht: Dann schrumpft die riesige Skulptur zu einer schmalen Linie.

Diskreter ist der so genannte «Reflektor». Er hängt in der Mensa im zweiten Untergeschoss an der Wand. Es ist ein breiter, leicht schräg fixierter Spiegel, der bis zu den Oberlichtern führt. Und von dort das Licht hinunter in die Tiefe der Mensa reflektiert.

Dokumentation in Buchform

Spannend wird es, wenn man näher an den Spiegel geht. Die schmalen Dreieckspiegel in den Nischen, die durch die Schrägstellung des grossen Spiegels entstanden sind, schaffen ein Gefühl wie im Spiegelkabinett. Vier rot gerahmte Neonleuchtkörper in der ehemaligen Weichenbauhalle sind das dritte Kunstobjekt auf dem Areal.

Das vierte Kunstprojekt zum Hochschulzentrum ist eben erst fertig geworden. Mit Fotos und einem Buch gibt es nun eine Von-Roll-Dokumentation: die Vorgeschichte des ehemaligen Industrieareals, die Baugeschichte des heutigen Zentrums und schliesslich den aktuellen Zustand des Hochschulzentrums. Wer Letzteres besucht, könnte meinen, es gebe auch noch ein fünftes und sechstes Kunstprojekt. Nämlich die fünf eigenartigen Eingänge auf der Seite zur Fabrikstrasse und die breite Einfahrtsrampe zu einem Autoparkhaus, das gar keines ist. Beides ist nicht Kunst – aber trotzdem speziell: Die fünf Eingangstore an der Fabrikstrasse führen mitten durch eine alte Schreinerei, die aus Denkmalschutzgründen nicht abgebrochen werden durfte und welche die Architekten deshalb als Durchgänge umgenutzt haben.

1000 Plätze für Velos

Die breite Rampe, die neben dem neuen Gebäude in eine riesige Einstellhalle führt, ist ausschliesslich für Velos reserviert. Im vermeintlichen Autoparking gibt es 1000 Abstellplätze, viele Schliessfächer und eine hauseigene Veloflickstation.

2010 zogen die Pädagogische Hochschule Bern und die Universität in die neuen Hörsäle in der ehemaligen Weichenbauhalle der Von-Roll-Fabrik ein. Vor einem Jahr bezogen sie auch das danebenliegende riesige neue Institutsgebäude.

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