Domicil baut aus

Belp

Domicil Bern baut das Demenzzentrum Oberried aus. Das bestehende Gebäude wird saniert und mit einem Anbau ergänzt. Dafür wird ein altes Bauernhaus abgebrochen.

Oben die Gloriette, unten der Bauernhof, der wegmuss.<p class='credit'>(Bild: Stefan Anderegg)</p>

Oben die Gloriette, unten der Bauernhof, der wegmuss.

(Bild: Stefan Anderegg)

Die Domicil Bern AG will in Belp mehr Plätze für Demenzkranke schaffen. Sie plant eine Sanierung und den Ausbau ihres Demenzzentrums Oberried. «Es gibt immer mehr Menschen, die an Demenz erkranken», sagt Peter Hostettler, Direktor Infrastruktur von Domicil Bern. Dies liege auch an der demografischen Entwicklung.

Deshalb will Domicil das bestehende Gebäude sanieren und umbauen. In nördlicher Richtung soll es zudem um einen viergeschossigen Wohnpavillon erweitert werden. Derzeit liegt das Baugesuch auf. Es beinhaltet auch den Abbruch des Bauernhofs, der auf dem Gelände liegt.

Heute bietet Domicil in Belp 21 Einzelzimmer und 18 Zweierzimmer an für Personen mit mittlerer bis schwerer Demenz. Mit dem Ausbau steigt die Zahl der Pflegeplätze von 57 auf 80. Zudem sollen ein Tagesheim, Therapieräume sowie Bereiche für Schulung und Administration geschaffen werden.

Baubeginn 2017

Laut Hostettler sollen die Bauarbeiten 2017 beginnen und bis Ende 2018 dauern. Bauherrin ist die Sektion Stadt Bern der Stiftung des Vereins für das Alter. Sie investiert 23,2 Millionen Franken in den Neubau und die Sa­nierung.

Das Demenzzentrum Oberried wurde 1989 gegründet. Es befindet sich im Ökonomiegebäude der Campagne Oberried, das früher während vieler Jahrzehnte als Landschulheim genutzt wurde. Vor vier Jahren übernahm Domicil den Betrieb. Die Campagne mit Grotte, Springbrunnen und Alleen ist ein bedeutendes Kulturgut. Als einzigartig eingestuft wird die Gloriette – ein kleiner Pavillon, der sich über dem Areal befindet.

Bauernhof muss weichen

Die Gloriette soll künftig im Campagne-Ensemble wieder mehr Gewicht erhalten. Aus diesem Grund wird der Bauernhof samt Schopf und Silos abgerissen. Er ist zudem baufällig und wurde nicht mehr benützt. «Wenn wir ihn hätten erhalten wollen, hätten wir viel investieren müssen», sagt Peter Hostettler.

rei

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