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Dinos sorgen für das beste Ergebnis in der Geschichte

Das Naturhistorische Museum erreichte 2019 die höchsten Besucherzahlen seit 1832.

Urs Wüthrich
Die Sonderausstellung mit dem Titel «T.rex - Kennen wir uns?» wurde erst im September eröffnet, verzeichnet aber bis Jahresende bereits 80'000 Besucherinnen und Besucher.
Die Sonderausstellung mit dem Titel «T.rex - Kennen wir uns?» wurde erst im September eröffnet, verzeichnet aber bis Jahresende bereits 80'000 Besucherinnen und Besucher.
NMBE/Schäublin
Das Museum zeigt in der Austellung lebensechte Nachbildungen von Dinosauriern.
Das Museum zeigt in der Austellung lebensechte Nachbildungen von Dinosauriern.
Franziska Rothenbühler
Die Nachbildungen sind vom Natural History Museum in London geschaffen worden.
Die Nachbildungen sind vom Natural History Museum in London geschaffen worden.
Franziska Rothenbühler
Dank Animatronik bewegen sie sich und geben Laute von sich.
Dank Animatronik bewegen sie sich und geben Laute von sich.
Franziska Rothenbühler
Besucher können insgesamt 15 Dinosaurier bestaunen.
Besucher können insgesamt 15 Dinosaurier bestaunen.
Franziska Rothenbühler
Der Tyrannosaurus Rex wuchs äusserst schnell von einem Tier in der Grösse einer Taube zu einem Monstrum von zwölf Metern Länge und der Höhe einer Giraffe an.
Der Tyrannosaurus Rex wuchs äusserst schnell von einem Tier in der Grösse einer Taube zu einem Monstrum von zwölf Metern Länge und der Höhe einer Giraffe an.
Franziska Rothenbühler
Der Tyrannosaurus Rex war einer der grössten Dinosaurier, die es je gab.
Der Tyrannosaurus Rex war einer der grössten Dinosaurier, die es je gab.
Franziska Rothenbühler
Die Ausstellung wird am 14. September eröffnet...
Die Ausstellung wird am 14. September eröffnet...
Franziska Rothenbühler
...und dauert bis zum 22. März 2020.
...und dauert bis zum 22. März 2020.
Franziska Rothenbühler
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Mit 192'800 Eintritten im letzten Jahr übertraf das Naturhistorische Museum den alten Rekord von 2016 (130'762) bei weitem. Die magische Grenze in der Schweizer Museumswelt von 100'000 Gästen sei zum neunten Mal in Folge überschritten worden. Dies teilte die Museumsleitung am Dienstag mit.

«Ein Grund für diese sensationellen Besucherzahlen ist sicherlich die Sonderausstellung ‹T. Rex – Kennen wir uns?›, welche einen Besuchermagnet sondergleichen darstellt», heisst es in der Medienmitteilung. Seit der Eröffnung Mitte September kamen 81'600 Gäste. Die Sonderschau mit 15 lebensechten Dinosaurier-Nachbildungen dauert noch bis 22. März.

Auch im Bereich der Veranstaltungen blickt das Museum auf ein erfolgreiches 2019 zurück. Unter anderem eröffnete das Haus die kleine Wechselausstellung «Zum Greifen nah – ein Stück vom Mond». Dies geschah im Rahmen des Festivals «Bern im All». Museumsgäste konnten beispielsweise einen echten Mondmeteoriten anfassen.

Gut besucht war auch «Dullins Tiershow», ein Bühnenformat mit Performer Johannes Dullin, Musikerin Christine Hasler und Illustrator Kleon Medugorac. Der krönende Abschluss des vergangenen Jahres war die «Bar der toten Tiere». 5000 Gäste besuchten diesen Event allein in der Altjahreswoche.

Sammlung aus dem Keller

Ein Raum in der Ausstellung «Weltuntergang – Ende ohne Ende» wird jedes Jahr von einer neuen Künstlerin oder einem Künstler neu bespielt. Ab 22. Februar versucht die Installation «Resurrecting the Sublime» einen bereits geschehenen Untergang wieder rückgängig zu machen. Drei Künstlerinnen werden Geruchsmoleküle ausgestorbener Pflanzen rekonstruieren. In einem Duftdiorama können Museumsgäste den Duft ausgestorbener Pflanzen riechen. Ein weiteres Highlight folgt im Herbst: die Eröffnung der Schausammlung von Nasspräparaten.

«Das sind Tiergruppen, die nicht präpariert, sondern in Alkohol eingelagert sind. Sämtliche Fische, alle Amphibien und die meisten Reptilien», erklärt Lukas Rüber, Kurator Ichthyologie am Museum. Letztes Jahr habe das Museum an einem Inventar der Schweizer Fische mitgemacht. Im Sammlungskeller lagere sehr viel Material, das man nun dem Publikum zeigen wolle. «Wir werden die Objekte in einem Glaskubus in der Grösse von 18 auf 8 Metern zeigen.» Im Zentrum stehen die Schweizer Fische, «wir werden aber auch Schwämme, Korallen und Vögel präsentieren», sagt Lukas Rüber.

Diverses und ein neues WC

Reich befrachtet ist auch der Veranstaltungskalender. Unter anderem mit einer neuen Folge von Dullins Tierschau (24. Januar), Winterbergs Bestiarium (ab 24. Februar), einem Bühnenstück mit Schauspieler Uwe Schönbeck (20. bis 24. April) sowie mit etlichen Führungen. Bis zum 25. März wird zudem der sensationelle Fossilienfund aus dem Jura gezeigt, darunter eine Gesteinsplatte, auf der Seeigel, Seesterne, Seelilien und Seegurken vereint sind.

Schliesslich wird aus dem Museum auch Schräges gemeldet, nämlich ein «WC für alle». Die geschlechterneutrale Toilette beim Eingang stehe allen offen, Frauen, Männern, Trans- und Intergeschlechtlichen. «Die Diskriminierung von queeren Menschen ist eine Realität, Menschen die zwischen den Geschlechtern stehen, werden oft ignoriert, sei es bei Formularen oder bei Toiletten», hält das Museum fest – und will ein kleines Zeichen der Akzeptanz setzen. 2021 wird die Sonderausstellung «Queer im Tier» eröffnet. Sie thematisiert die Vielfalt der Geschlechter und der sexuellen Ausrichtung in Natur und Gesellschaft.

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