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Dieser Vertrag ist das Papier nicht wert

Am Donnerstag fällt der Berner Stadtrat seinen längst feststehenden Entscheid zum neuen Leistungsvertrag mit der Reitschule. Das tönt unspektakulärer, als es in Tat und Wahrheit ist.

Heute Donnerstag fällt der Berner Stadtrat seinen längst feststehenden Entscheid zum neuen Leistungsvertrag mit der Reitschule. Das tönt unspektakulärer als es in Tat und Wahrheit ist. dasselbe Stadtparlament, das vor einem Jahr verbindliche Regeln für die notorisch ausfällige Reitschule forderte, wird heute Abend ein vollständig unverbindliches Stück Papier durchwinken, welches dem alternativen Kulturzentrum für drei Jahre politische Ruhe, 1,14 Millionen Franken und eine Staatsgarantie für seine Definition von «Basisdemokratie» zusichert.

Interessant ist dieses Zeugnis mangelnder Konsequenz zunächst einmal für die Wählerinnen und Wähler, die in zehn Tagen ein neues Stadtparlament bestellen. In Bern hält eine satte linke Mehrheit in geradezu dogmatischer Sturheit zur Reitschule, die vor 25 Jahren den Wendepunkt zu ihrem eigenen politischen Aufstieg markierte. Ihr gegenüber steht eine unkoordiniert agierende bürgerliche Allianz, die damals ihr politisches Waterloo erlebte und die sich in Sachen Reitschule seither entweder zurückhält oder mit chancenlosen Radikalvorstössen ins Leere läuft.

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