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Die Treichel hat an Reiz verloren

Die Zeiten, als der Gabentempel eines Schwingfests aus Treicheln und Trögli bestand, sind längst vorbei. Beim «Kantonalen» in Seedorf stehen am Wochenende Preise in sechsstelliger Höhe bereit.

Markus Zahno
Johann Santschi bei den Lastwagen, in denen der Gabentempel eingerichtet wird. Treicheln hat es immer noch – aber weniger als früher.
Johann Santschi bei den Lastwagen, in denen der Gabentempel eingerichtet wird. Treicheln hat es immer noch – aber weniger als früher.
Andreas Blatter

Was haben ein Mountainbike, ein Wasserbett, eine Aufschnittmaschine und ein Gokart gemeinsam? Richtig: Sie alle werden im Gabentempel des bernisch-kantonalen Schwingfests in Seedorf stehen. 140 Schwinger steigen am Sonntag in die Zwilchhosen, und am Schluss kann jeder einen Preis nach Hause nehmen.

Der Mann, der die Gaben zusammengetragen hat, heisst Johann Santschi. Er ist eine beeindruckende Persönlichkeit: über 1,90 Meter gross, kräftiger Händedruck, einer der besten und beliebtesten Schwinger der 1970er- und 1980er-Jahre. 1989 ist er zurückgetreten, seither amtet er regelmässig als Gabenchef von Schwingfesten. Entsprechend routiniert erklärt er seinen Helfern auf dem Seedorfer Festgelände, wie der Gabentempel aufgebaut werden soll. Die Männer machen sich sogleich an die Arbeit, fahren mit Lastwagen und Gabelstaplern hin und her, holen Paletten und Schalungstafeln. Santschi packt ebenfalls mit an.

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