Die Suche kann losgehen

Lange war Funkstille. Nun ist Konzert Theater Bern bereit, einen Nachfolger für Stephan Märki zu suchen.

Nadine Borter, seit Juli Stiftungsratspräsidentin von Konzert Theater Bern.

Nadine Borter, seit Juli Stiftungsratspräsidentin von Konzert Theater Bern.

(Bild: Iris Andermatt)

Martin Burkhalter@M_R_Bu

Wie weiter bei Konzert Theater Bern (KTB)? Das fragt man sich schon eine Weile. Seit der Freistellung von Intendant Stephan Märki im Juni dieses Jahres wird das Vierspartenhaus interimistisch von den Spartenleitern geführt. Nachdem Märki eine Liebschaft mit Kommunikationschefin Sophie-Thérèse Krempl zum Verhängnis geworden war, kündigte die neue Stiftungsratspräsidentin Nadine Borter einen «Verhaltenskodex» an.

Getan hat sich lange nichts – bis jetzt. Wie sie bestätigt, steht nun die Findungskommission, die sich auf die Suche nach dem neuen Intendanten oder der neuen Intendantin machen soll. Die Stelle wird im Januar ausgeschrieben. Im besten Fall könnte im Juni 2019 ein Anstellungsentscheid vorliegen.

Die Findungskommission setzt sich zusammen aus Hans-Ulrich Glarner, dem kantonalen Amtsvorsteher Kultur, Giulia Meier von Kultur Stadt Bern, Ueli Studer, Markus Hongler, Marcel Brühlhart und Nadine Borter aus dem Stiftungsrat sowie zwei ausländischen Theatermachern.

Eigentlich hätte die Kommission ihre Arbeit schon Ende August aufnehmen sollen. Nach den Erfahrungen der letzten Monate habe der Stiftungsrat das Profil nochmals überarbeiten wollen, erklärt Borter die Verzögerung. Das sei nun passiert. Jetzt können auch die Vakanzen in der Marketing- und Kommunikationsleitung angegangen werden. Anfang Jahr soll eine neue sogenannte CMO-Stelle (Chief Marketing Operator) ausgeschrieben werden.

Führungsmodell bleibt

Nach dem Profil eines Märki-Nachfolgers gefragt, hält Broter sich an ihr Credo, nur nach vorne zu schauen. Es gehe nicht darum, die frühere Intendanz schlechtzureden, sondern darum, aus den Erfahrungen das neue Profil zu entwickeln, sagt sie. Auch das in Kritik geratene Vierspartenmodell ist vom Stiftungsrat nochmals vertieft analysiert worden. KTB wird auch in Zukunft daran festhalten, weil die Vorteile überwiegen. Es biete mehr Kosteneffizienz, Transparenz und ermögliche bessere Entscheidungen als bei abgeschotteten autonomen Sparten.

Offen war auch, wer anstelle von Stephan Märki die Oper «Tristan und Isolde» inszenieren sollte. Nun ist klar, dass Ludger Engels Regie führen wird. Er hat in Bern bereits etwa «Peter Grimes» und «Salome» inszeniert.

Berner Zeitung

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