Riggisberg

Die Stilmischung ist Konzept

RiggisbergIm Juni werden Klänge das Gantrischgebiet ­erfüllen: Am Musikfestival ­Klangantrisch werden erneut nationale, internationale und ­lokale Musizierende auftreten.

«Wir werden langsam bekannt»: Christine Bär.

«Wir werden langsam bekannt»: Christine Bär. Bild: Andreas Blatter

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Am Festival Klangant­risch verbinden Musizierende und Singende die unterschiedlichsten Stilrichtungen miteinander. Auf Neudeutsch heisst das Cross-over, auf Deutsch stilübergreifend.

Am besten wird dies bei den Auftritten der Schweizer Popsängerinnen Jaël und Sina zu erfahren sein. Für beide wurden klas­sische Arrangements erstellt, ­Orchester und Chor werden die beiden Sängerinnen begleiten. Das Klaipeda Chamber Orchestra aus Litauen wird mit den zwei Frauen nur einen Nachmittag lang üben. Sina wird auf der Bühne zusätzlich vom deutschen Streichquartett die Nixen begleitet, Jaël vom Chor Voice Art.

«Mit diesem Experiment betreten wir Neuland», sagt Christine Bär vom Trägerverein. «Ich bin selber gespannt, was dabei herauskommt.»

Den Hintergrund für das Musikfestival bieten das Dorf, die grüne Berglandschaft des Naturparks Gantrisch und natürlich die Menschen. Da sind die Dorfvereine, die Jodler und die Musikgesellschaft, die ebenfalls auftreten werden. Sei es in der Halle des Busunternehmens Engeloch, sei es auf dem Dorfplatz, in der Kirche oder im Park bei der Abegg-Stiftung – an den vier Festivaltagen wird überall Musik erklingen.

Töne gibts weiter auf dem musikalischen Markt am Samstag, beim barocken Schlossfrühstück in Schwarzenburg am Sonntag und zum Abschluss in der Kirche Riggisberg am Sonntagabend.

Dafür, dass der Anlass organisatorisch klappt, sorgen zahlreiche Dorfbewohner. Für den Aufbau, den Service, das Plakatieren, Putzen und Grillieren helfen um die hundert Freiwillige mit. Dazu kommen Geld- und Sachspenden von Firmen und Privaten.

Das Budget beträgt rund 300'000 Franken und wird primär über Sponsoringbeiträge und Kulturpartnerschaften sowie aus dem Erlös des Ticketverkaufs und des Caterings generiert. «Qualität hat ihren Preis. Der grösste Teil des Budgets ist für die Musiker gedacht», sagt Christine Bär.

Eine Herausforderung

Das Festival findet bereits zum dritten Mal statt. «Es spricht sich herum, wir werden langsam bekannt», freut sich Christine Bär. Ihr Bruder, der künstlerische Leiter, Musiker und Dirigent Kaspar Zehnder, lege grossen Wert darauf, die Begegnung verschiedenster Musik- und Kultursparten zu fördern.

Wichtig sei ihm die Durchmischung zwischen Kunstschaffenden und dem Publikum: «Das ist eine der Herausforderungen», sagt Bär und stellt fest, dass das Echo immer besser, das Interesse am Festival immer grösser sei. «Es gibt aber noch Luft nach oben. Wir freuen uns, wenn das Publikum weiterhin wächst.»

Infos: www.klangantrisch.ch (Berner Zeitung)

Erstellt: 22.05.2017, 12:31 Uhr

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