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Die Stadtnomaden müssen nach Riedbach – trotz wuchtigem Nein aus Bümpliz

Die Stadtberner Stimmbevölkerung hat entschieden: 54 Prozent haben den Zonenplan Riedbach angenommen. Damit entsteht im Westen von Bern eine Zone für Wohnexperimente.

Riedbach im äussersten Westen von Bern: Auf diesem Land sollte die Hüttendorfzone entstehen.
Riedbach im äussersten Westen von Bern: Auf diesem Land sollte die Hüttendorfzone entstehen.
Andreas Blatter
So haben die Berner am 22. September 2014 entschieden: Alle Stadtteile, bis auf Bümpliz-Oberbottigen, stehen hinter der alternativen Wohnzone. Die Vorlage wurde mit 54,18 Prozent der Stimmen angenommen.
So haben die Berner am 22. September 2014 entschieden: Alle Stadtteile, bis auf Bümpliz-Oberbottigen, stehen hinter der alternativen Wohnzone. Die Vorlage wurde mit 54,18 Prozent der Stimmen angenommen.
BZ Graphik
Wagenplatz der «Stadttauben» an der Könizstrasse.
Wagenplatz der «Stadttauben» an der Könizstrasse.
zvg
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Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) war sichtlich zufrieden, als er gestern Nachmittag den Medien im Erlacherhof Red und Antwort stand. «Dieses Resultat ist eine Bestätigung der Politik des Gemeinderats und des Stadtrats», so Tschäppät.

Die Vorlage zum Zonenplan Riedbach wurde mit 19'163 Ja-Stimmen – bei 16'207 Nein-Stimmen – angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei 44 Prozent. Mit diesem Entscheid hat die Stadt Bern eine gesetzliche Grundlage für eine Wohnzone mit Hütten und Wohnwagen geschaffen. Im äussersten Westen entsteht auf 6000 Quadratmetern Landwirtschaftsland eine Zone für Wohnexperimente. Im Vorfeld war vor allem vom Verein Alternative – besser bekannt unter dem Namen Stadtnomaden – als Nutzer dieser Zone die Rede, grundsätzlich kann sich künftig aber jeder, der alternativ leben möchte, in dieser Zone nieder-lassen.

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