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Die Stadt tut sich schwer in der Lorraine

Beim Bauprojekt der Stadt am Centralweg in der Berner Lorraine sind zwei Abteilungen der Stadt uneins. Derweil hat der Nachbar am Lagerweg seine Ausbaupläne publiziert.

Christoph Hämmann
Auf dieser Brache am Centralweg in der Berner Lorraine möchte die Stadt Bern eine neue Überbauung realisieren - der Weg dorthin ist aber noch weit.
Auf dieser Brache am Centralweg in der Berner Lorraine möchte die Stadt Bern eine neue Überbauung realisieren - der Weg dorthin ist aber noch weit.

Der Weg zum städtischen Neubau am Centralweg ist dornenvoll: Die ellipsenförmigen Balkone, die dem Siegerprojekt «Baumzimmer» den Namen gaben, lassen sich nicht realisieren, das Quartier hat sich gegen das Projekt formiert. Hinzu kommen Beschwerden gegen den Kreditbeschluss des Stadtrats, die das Projekt blockieren.

Noch ehe eine Lösung dieser Probleme in Sicht ist, sorgt nun auch das überarbeitete Projekt der Stadt für baurechtlichen Zoff. Ein Bericht des Bauinspektorats, der der Berner Zeitung vorliegt, zeigt: Die städtische Abteilung Verkehrsplanung ist gegen die Befreiung der Parkplatzpflicht, die von Immobilien Stadt Bern, der Bauherrin, beantragt wird. Weil im Quartier «bereits ein grosser Druck auf die öffentlichen Parkplätze besteht», sieht die Verkehrsplanung darin «keine Lösung». Irritiert nimmt die eine städtische Abteilung zur Kenntnis, dass die andere neuerdings eine autofreie Siedlung plant: «Die Verkehrsplanung hatte bis heute keine Kenntnis davon, dass das Bauvorhaben eine autofreie Siedlung werden soll.» Das Ganze dürfte bedeuten, dass das Geschäft beim Regierungsstatthalteramt liegen bleibt, bis sich die involvierten Stadtbehörden gefunden haben.

«Loggias» am Lagerweg

Ativ ist inzwischen auch der Eigentümer der Nachbarliegenschaft am Lagerweg 12 geworden. Für dessen ehemaliges Bordell hatte die Stadt einst drei Millionen Franken geboten, mutmasslich um einen Einsprecher gegen ihr Bauprojekt am Centralweg loszuwerden. Der Eigentümer plant nun, das Haus an der Stirnseite um rund 4,50 Meter zu erweitern und so Platz für «Loggias» zu schaffen. Auch für dieses Projekt würden fünf Parkplätze aufgehoben.

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