Zum Hauptinhalt springen

Die «Stadt der Beteiligung» macht Ernst

Redaktor Christoph Hämmann zur Entwicklung des Berner Gaswerkareals.

Die Stadt Bern hofft, dass sie die Überbauung des Gaswerkareals im Jahr 2021 in Angriff nehmen kann.
Die Stadt Bern hofft, dass sie die Überbauung des Gaswerkareals im Jahr 2021 in Angriff nehmen kann.
Christian Pfander
Voraussichtlich ein Jahr zuvor werden die Stadtbernerinnen und Stadtberner über die Änderung des Nutzungszonenplans beim Gaswerkareal abstimmen können.
Voraussichtlich ein Jahr zuvor werden die Stadtbernerinnen und Stadtberner über die Änderung des Nutzungszonenplans beim Gaswerkareal abstimmen können.
zvg
Der Gemeinderat entschied sich im Dezember 2016, das Gaswerkareal von Energie Wasser Bern zu kaufen.  Der Landkauf wird noch durch die Stimmberechtigten zu beschliessen sein.
Der Gemeinderat entschied sich im Dezember 2016, das Gaswerkareal von Energie Wasser Bern zu kaufen. Der Landkauf wird noch durch die Stimmberechtigten zu beschliessen sein.
Andreas Blatter
1 / 4

Im Bericht zum Gaswerkareal steht, dass schon unter der Führung von Losinger Marazzi eine breit abgestützte Partizipation stattgefunden habe. Fakt ist aber: Weil die Quartierbevölkerung ihre Anliegen in den entsprechenden Dokumenten nicht wiederfand, organisierte sie ei­nen eigenen Mitwirkungsanlass. Auch um die Gaskesselbetreiber foutierten sich die Planer.

Dass der Gemeinderat die bis­herige Partizipation würdigt, ist deshalb als Zugeständnis an Alec von Graffenried (GFL) zu werten. Vor seiner Wahl ins Stadtpräsidium hatte er das Dossier bei Losinger Marazzi verantwortet. Schon der Titel der Medienmitteilung zeigt, dass mit Partizipation erst jetzt richtig Ernst gemacht wird: «Gaswerkareal – Bevölkerung soll bei Entwicklung mitwirken», vermeldet die Stadtregierung als Neuigkeit.

Schade ist bloss, dass sich EWB und Losinger Marazzi zuerst auf ein exklusives Vorgehen geeinigt hatten, das politisch zum Scheitern verurteilt war. Für den Verwaltungsrat von Bern Welcome nominierte von Graffenried kürzlich eine junge Frau, die den Touristikern beibringen soll, wie die Stadt tickt. Hätten EWB und Losinger Marazzi die gleiche Sensibilität gehabt, wären dem Gaswerkareal lange Jahre des Stillstands erspart geblieben.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch