Die Schütz beginnt sich zu verwandeln

Bern

Das Kulturprojekt «Neustadtlab» auf der Berner Schützenmatte ist im Aufbau. Zahlreiche Installationen werden ab Freitag in Betrieb genommen.

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Annic Berset

Das Ausstellungsteam der Schule für Gestaltung macht sich an die Arbeit, um ihr Projekt auf der Schützenmatte in Bern fertigzustellen. Holzplatten in ganz unterschiedlichen Formen stapeln sich an der Wand eines Containers. Darin entsteht ein Raum, der für kleine Kunstprojekte gemietet werden kann. Ausstellungen, Beamerprojektionen, kleine Konzerte - vieles ist im Namen der Kunst machbar.

Ausserdem bauen sie nebenan die «Polarbar» auf, die vom Kapitel und vom O Bolles gemeinsam betrieben wird und ab Freitag für Erfrischungen sorgt. «Der Aussenbereich der Bar soll an Eisschollen erinnern», sagt ein Mitarbeiter.

Die Installationen die nach und nach aufgebaut werden, verwandeln die Schütz im Rahmen des Projekts «Neustadtlab» in den kommenden zwei Monaten in einen autofreien Tummelplatz von Kreativen. Bis Ende September werden mit diversen kleinen Projekten verschiedene Nutzungsmöglichkeiten getestet.

Das Konzept ist simpel: Wer eine Idee hat, kann kostenlos ein Parkfeld oder je nach Umfang des Projekts gleich eine sogenannte Aktionszone mieten und die entsprechende Fläche dann beliebig bespielen. Ob ein Tanzkurs, eine musikalische Darbietung oder eine Bastelwerkstatt: Den Nutzungen sind praktisch keine Grenzen gesetzt.

Kate Burgener beispielsweise beschäftigt sich mit der Beschaffenheit des Platzes. «Ich will eine Abgrenzung von diesem ganzen Asphalt schaffen», erklärt sie. Deshalb gestaltet sie einige Parkfelder mit braunem und rotem Ziegelmehl neu und lässt sie planieren.

Auch diese Felder können reserviert und für eigene Projekte genutzt werden. Neben den Parkfeldern stehen auch fünf grosse Hügel aus Sand und ähnlichem Material bereit. «Ein Hügel wird von einem Team zum Bepflanzen und Gärtnern genutzt», erklärt Kate Burgener.

Orientalische Gaumenfreuden

Im Pavillon, wo auf der einen Seite der Infostand ist, erfreut Elif Emour ihre Kunden mit türkischen Toasts, Cocktails und Kaffeespezialitäten. «Ich bin den ganzen Tag hier, man kann bei mir immer etwas zu Essen bestellen», sagt sie. Sie freue sich darauf, mit ihrem Café Elifood die nächsten zwei Monate auf der Schütz zu sein, bevor sie ihr Catering- und Eventservice eröffnen wird.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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