Die Räblus ist bald wieder offen

Bern

Wenn alles nach Plan läuft , will Räblus-Betreiber Vincent von Wattenwyl bis zum Zibelemärit das Parterre wieder eröffnen.

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Nach zehn Tagen Ermittlungsarbeit in der ausgebrannten Räblus am Schmiedenplatz hat gestern die Polizei das Gebäude freigegeben.

Endlich konnte Betreiber Vincent von Wattenwyl ins Haus und sich ein Bild machen. Der Dachstock und die 2.Etage sind völlig ausgebrannt. Im 1.Stock sind die Steinwände verrusst und das Holztäfer angesengt. Die Bartheke ist niedergebrannt. Die dicken Kerzen hängen am Ständer herab. Der 2.Stock unter dem Dach sei total zerstört, sagt er. Das Parterre blieb unversehrt – es ist lediglich verrusst.

Noch unter Schock

Vincent von Wattenwyl ist auch nach zehn Tagen immer noch geschockt. «Doch jetzt, nachdem ich mir endlich im Haus ein Bild über die Schäden in Millionenhöhe machen konnte, geht es mir von Stunde zu Stunde besser», sagt er. Die Ungewissheit der letzten Tage über die Zukunft «seines Babys» habe ihn schier an den Rand seiner Kräfte gebracht, sinniert er. Doch jetzt könne er wieder nach vorne schauen und die Zukunft planen. Dabei hilft ihm sein bester Freund Yves Hofmann, der auf den Azoren lebt und jetzt extra nach Bern angereist ist, um von Wattenwyl zu unterstützen.

Notdach wird montiert

Gestern räumten Arbeiter angesengte Balken und deformierte Kupferbleche aus dem Gebäude. «Sobald diese Räumungsarbeiten fertig sind, wird ein Notdach montiert», sagt von Wattenwyl.

Bar in Zelt

Er möchte möglichst rasch mit seinen Angestellten im unversehrten Parterre den Betrieb wiederaufnehmen, sagt er. «Wenn alles nach Plan läuft, will ich bis zum Zibelemärit die Bar mit Restaurant öffnen.» Er werde wieder in der unversehrten Parterreküche für seine Gäste kochen. Voraussichtlich ist das Parterrerestaurant mit Bar von Montag bis Samstag jeweils von 18 bis 22 Uhr offen. Anschliessend wird der Barbetrieb gewährleistet. «Möglicherweise werde ich auf dem Vorplatz auch ein Barzelt aufstellen», sagt er.

Brandstifter nicht ermittelt

Nach zehn Tagen haben die Brandfahnder vor Ort die Ermittlungen und die Spurensuche nach dem Brandstifter abgeschlossen. Dies bestätigte Polizeisprecherin Corinne Müller. Zur Frage, ob ein Brandstifter ermittelt worden ist, wollte sie keine Stellungnahme abgeben.

Berner Zeitung

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