Die Quittung

Ressortleiter Stephan Künzi über die Direktionsverteilung in Köniz.

Stephan Künzi

Nach ihrem überraschend guten Abschneiden im ersten Wahlgang hat die politische Mitte von Köniz den Bogen überspannt. Nicht genug damit, dass sie für den zweiten Wahlgang mit Thomas Brönnimann eine eigene, von vornherein aber aussichtslose Kandi­datur fürs Gemeindepräsidium lancierte. Nach geschlagener – sprich klar verlorener – Schlacht forderte sie auch noch keck eine grundlegende Neuorganisation der Direktionen. Und sorgte bei den Parteien links wie rechts unüberhörbar für Verstimmung.

Bei der Arbeitsverteilung im neuen Gemeinderat hat sie nun die Quittung erhalten. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Brönnimanns Wahl in die leichtgewichtige Direktion ­Sicherheit und Liegenschaften ist nichts anderes als eine Retourkutsche für den Übermut der jüngsten Vergangenheit. Die Bürgerlichen wiederum haben sich mit den Bereichen Planung und Verkehr sowie Bildung und Soziales gleichzeitig zwei zen­trale Bereiche in der Verwaltung gesichert. Was sie für die verlorene Wahl ins Präsidium ­zumindest ein Stück weit ­entschädigt.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt