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Die niedergestochene Frau rief um Hilfe

Ein Tag nach dem blutigen Drama an der Waldmannstrasse sind die Anwohner immer noch geschockt. Der Mann, welcher seine Frau mit einem Messer niedergestochen hatte und dann vom Balkon sprang, überlebte. Auch seine schwer verletzte Frau ist ausser Lebensgefahr.

Die Tragödie ereignete sich am Mittwochabend um 19 Uhr an der Waldmannstrasse 53 in Bern Bethlehem.
Die Tragödie ereignete sich am Mittwochabend um 19 Uhr an der Waldmannstrasse 53 in Bern Bethlehem.
Jürg Spori
Vom 6. Stock des Hochhauses warf ein Mann das Fernsehgerät und andere Gegenstände aus dem Fenster. Der Bewohner schrie seine Frau an.
Vom 6. Stock des Hochhauses warf ein Mann das Fernsehgerät und andere Gegenstände aus dem Fenster. Der Bewohner schrie seine Frau an.
Telebärn
Russspuren des Brandes an der Fassade und zerborstene Fenster, die der täter in seinem Tobsuchtsanfall eingeschlagen hat.
Russspuren des Brandes an der Fassade und zerborstene Fenster, die der täter in seinem Tobsuchtsanfall eingeschlagen hat.
Jürg Spori
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Betroffene Gesichter am Mittwoch Morgen im Tscharnergut-Quartier. Das blutige Drama an der Waldmannstrasse 53 hat bei den Bewohnerinnen und Bewohnern Betroffenheit ausgelöst.

«Ich wohne seit 49 Jahren hier, aber eine solche Tragödie habe ich noch nie erlebt», sagt Käthi Imhof. Sie streicht sich mit der Hand übers Haar. «Der Afrikaner hat seine Frau mit dem Messer übel zugerichtet», erzählt die 77-jährige Frau. «Ich habe ihre lauten Hilfeschreie gehört», sagt sie weiter. Das Opfer sei neben dem Wohnungseingang in ihrem Blut gelegen, wo sie von der Sanitätspolizei betreut wurde. «Ich bin über den Vorfall immer noch geschockt und sehr traurig – die Frau tut mir sehr leid», meint Käthi Imhof. Und: «Es ist ein grosses Wunder, dass sie noch lebt.»

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