Die nächste Sanierung steht an

Lyss

Die Sanierung des 60 Jahre alten Stegmatt-Schulhauses in Lyss kostet 10 Millionen Franken mehr als ursprünglich vorgesehen. Am Montag befindet das Parlament über den Projektierungskredit.

Die Sanierung der Schulanlage Stegmatt in Lyss kommt laut einer Grobkostenschätzung auf rund 22 Millionen Franken. Das sind 10 Millionen mehr als ursprünglich vorgesehen (Symbolbild).

Die Sanierung der Schulanlage Stegmatt in Lyss kommt laut einer Grobkostenschätzung auf rund 22 Millionen Franken. Das sind 10 Millionen mehr als ursprünglich vorgesehen (Symbolbild).

(Bild: Keystone)

Und wieder eine Schulhaussanierung. Aktuell befindet die Lysser Politik über die Sanierung der Schulanlage Stegmatt: 60-jährig ist das Gebäude, innen wie aussen ist manches veraltet – Stromleitungen, Sanitär- und Heizungsanlagen, die Gebäudehülle, Fenster, Türen und Dächer. Kurz: ­Wäre die Schulanlage kein schützenswertes Objekt, wäre ein Ersatzneubau wohl die bessere Variante. Doch aus Sicht der kantonalen Denkmalpflege ist dies keine Option.

Die Lysser Parlamentarier haben eine Zusammenfassung des 300-seitigen Berichts zum Sanierungsprojekt erhalten. An ihrer Sitzung vom kommenden Montag werden sie über den Projektierungskredit von 800 000 Franken befinden. Die Grobkostenschätzung für die Gesamtsanierung beträgt rund 22 Millionen Franken. Das sind 10 Millionen mehr als ursprünglich im Investitionsprogramm vorgesehen, deshalb musste der Finanzplan angepasst werden.

Die Rechnung ging nicht auf

«Die erste Schätzung war ungenau», sagt Gemeinderat Rolf Christen (BDP) zu den signifikant höheren Kosten. Man habe die Kosten für die erfolgte Sanierung des Kirchenfeldschulhauses auf die Stegmatt runtergebrochen. Diese Rechnung ging nicht auf, da im Kirchenfeld lediglich die Gebäudehülle saniert worden ist. Der Handlungsbedarf ist beim Stegmatt-Schulhaus wesentlich grösser.

Steuern sollen nicht steigen

Durch die Mehrkosten von 10 Millionen Franken werden die Schulden der Gemeinde Lyss bis 2023 auf 52 Millionen Franken ansteigen. Die Mehrbelastung beträgt jährlich eine halbe Million Franken. Eine Steuererhöhung sei deshalb nicht nötig, ist den Parlamentsunterlagen zu entnehmen.

Jedoch dürfte auch eine Steuersenkung, die der Gemeinderat aufgrund der eigentlich ­guten finanziellen Lage hätte vorschlagen wollen, vorerst kein Thema mehr sein.

2019 stimmt das Volk ab

Stimmt das Parlament dem Planungskredit zu, steht als Nächstes die Ausschreibung für das Architekturbüro an. Im Mai 2019 soll die Volksabstimmung über den Ausführungskredit stattfinden.

Am selben Datum befinden die Lysserinnen und Lysser über den Erweiterungsbau beim Schulhaus Grentschel. Insgesamt wird es um rund 40 Millionen Franken für den Bau oder den Umbau von Schulhäusern gehen.

Berner Zeitung

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