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Die Linke sieht politische Rechte missachtet

Nach einer Personenkontrolle am Buskers werfen verschiedene politische Parteien der Kantonspolizei vor, rechtswidrig gehandelt zu haben. Die Kapo bestreitet die Vorwürfe.

Baucht es dafür eine Bewilligung oder nicht? Aline Trede (Stadträtin Grünes Bündnis) und Stefan Dietiker (Sekretär GSoA) auf der Jagd nach Unterschriften.
Baucht es dafür eine Bewilligung oder nicht? Aline Trede (Stadträtin Grünes Bündnis) und Stefan Dietiker (Sekretär GSoA) auf der Jagd nach Unterschriften.
Susanne Keller

Happige Vorwürfe am Rande des Strassenmusikfestivals Buskers: Fünf Gruppierungen, darunter die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), sprechen von einer massiven Missachtung der politischen Rechte und unverhältnismässigem Vorgehen der Kantonspolizei.

Der Auslöser des Missmuts war eine Personenkontrolle am Freitag. Vertreter der GSoA und der Jungen Grünen sammelten an diesem Abend auf dem Casinoplatz Unterschriften für diverse Initiativen. Wie GSoA-Sekretär Stefan Dietiker schildert, wurden die Aktivisten von der dazugestossenen Kantonspolizei aufgefordert, die Sammelaktion zu unterbrechen. Auf Wunsch der Polizei stellten die Unterschriftensammler die mitgebrachten Wagen weg, um sich nachher mit Klemmbrettli unter die Festivalbesucher zu mischen. Ein GSoA-Mitglied wurde daraufhin laut Dietiker «gepackt und auf den Polizeiposten geschleppt». Dietiker selbst ging freiwillig mit. «Sie sperrten uns je in ein Zimmer und verlangten von uns, alle Kleider auszuziehen», erzählt er weiter. «Als ich nachfragte, ob ich wirklich auch die Unterhosen ausziehen müsste, bejahte der Beamte: Das sei Standard.» Nach zwei Stunden auf dem Polizeiposten seien die zwei entlassen worden. Während die Kantonspolizei laut Mediensprecherin Daniela Sigrist unter anderen von den Veranstaltern des Buskers auf die Unterschriftensammler aufmerksam gemacht wurden, bestreitet dies Christine Wyss, Gesamtleiterin des Festivals. «Wir distanzieren uns von diesem Vorfall», ergänzt sie.

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